Auszeichnung 24. Okt 2022 Von Bettina Reckter

Sendung mit der Maus: Erfinder Armin Maiwald erhält die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen

Er gilt als einer der Väter der Sendung mit der Maus, mit der der WDR seit 1971 Wissenschaft und Technik leicht verständlich für Klein und Groß aufbereitet. Dafür wurde Armin Maiwald jetzt von der RWTH Aachen ausgezeichnet mit der Würde des „Doktors der Ingenieurwissenschaften Ehren halber“.

Armin Maiwald, Filmemacher, Autor und Miterfinder der "Sendung mit der Maus": Er erhielt jetzt die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen.
Foto: dpa Picture-Alliance/Rolf Vennenbernd

Seit über 50 Jahren erklärt die Maus im WDR Kindern wie Erwachsenen mit ihren „Sachgeschichten“ Wissenschaft und Technik so, dass sie auch hängen bleibt. Nun erhielt Miterfinder, Produzent und langjähriger Akteur der „Sendung mit der Maus“ Armin Maiwald von Rektor Ulrich Rüdiger die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen.

„Armin Maiwald und sein Team wecken Woche für Woche den Forschungsgeist der Kinder – und der Geschwister, Eltern und Großeltern, die mit den Kindern gemeinsam die Sendung mit der Maus regelmäßig verfolgen“, erklärte Laudator Carsten Schiffer, Vertreter der Fachschaft Maschinenbau im Fakultätsrat der RWTH-Fakultät für Maschinenwesen. Auch wenn sich vielleicht keine eindeutige Linie von der ersten gesehenen Sachgeschichte im Kindesalter bis zur Immatrikulation an einer Hochschule als junger Erwachsener ziehen lässt, sei unbestreitbar, „dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich mit Freude an das Sendeformat zurückerinnern“.

Es gratulieren Armin Maiwald zur Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen: Prodekanin Katharina Schmitz (v.l.n.r.), Rektor Ulrich Rüdiger, Senatsvorsitzender Kai-Uwe Schröder, Laudator Carsten Schiffer und die vielen Kinder im Hörsaal.
Foto: Heike Lachmann

Ein leuchtendes Beispiel für Neugierde und Forschungsdrang

Er sei ein leuchtendes Beispiel dafür, führte Schiffer aus, die eigene Neugierde und den Forschungsdrang ein Leben lang zu erhalten und an den akademischen Nachwuchs weitervererben zu wollen.

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Auf die Frage, woher er seine Erkenntnisse habe, entgegnete der 82-jährige Maus-Erfinder umgehend: „Wir haben selbst schon bei verschiedenen komplizierten Fragen die RWTH Aachen um Hilfe gebeten, die uns auch jedes Mal in wunderbarer Weise weitergeholfen hat.“ Insofern sei es für ihn – als „Hilfesuchenden“ – eigentlich eine Ehre, in dieser Art ausgezeichnet zu werden. „Schließlich ist die RWTH nicht irgendeine Universität, sondern sie gehört zu den besten Institutionen des Landes. Ich bedanke mich sehr herzlich dafür“, entgegnete Maiwald.

Rektor der RWTH Aachen lobt didaktisches Niveau der Lach- und Sachgeschichten

RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger lobte das herausragende didaktische Niveau der Sachgeschichten. „Armin Maiwald bereitet komplexe Zusammenhänge Kindern im Vor- und Grundschulalter auf. Er schafft es, altersgerechte Vereinfachungen und Darstellungen zu wählen, ohne die Zusammenhänge über die Maße zu verzerren. Damit erreicht er nicht nur Kinder, sondern auch die dazugehörigen Familien – er wirkt somit in die gesamte Gesellschaft hinein.“

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Maiwald wurde 1940 in Köln geboren, er studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität Köln. Damals arbeitete er zugleich als Bühnenhandwerker, Kabelhilfe, Ton- und Kameraassistent, 1963 dann als Regieassistent für das Nachmittagsprogramm des WDR-Fernsehens. 1965 führte er bei „René Gardi“ erstmals eigenständig Regie.

1972 gründete Maiwald die „Flash Filmproduktion“ in Köln, die bis heute die Filmbeiträge für „Die Sendung mit der Maus“ produziert. Seit Ende der 1970er-Jahre ist Maiwald in diesen Lach- und Sachgeschichten auch regelmäßig zu sehen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2019 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

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