Waffenlieferungen an die Ukraine 26. Apr 2022 Von Peter Steinmüller

Flugabwehrpanzer Gepard: Seine Stärken und Schwächen im Ukrainekrieg

Nach langem Zögern liefert die Bundesregierung jetzt doch Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard. Aber wie gut ist er für den Kriegseinsatz in der Ukraine geeignet?

Als die Bundeswehr noch eine Heeresflugabwehr hatte: Schießen mit dem Flugabwehrkanonenpanzer Gepard auf Luftziele im Jahr 2004. Nun sollen einige ausrangierte Exemplare in die Ukraine gehen.
Foto: Bundeswehr/Michael Mandt

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein wurde Verteidigungsministerin Christine Lambrecht heute Nachmittag konkret: „Wir haben gestern entschieden, dass wir die Ukraine unterstützen werden mit einem Flugabwehrpanzer, mit Geparden. Das ist genau das, was die Ukraine jetzt braucht, um den Luftraum zu sichern.“

Doch was kann dieses Waffensystem, und ist ein fünfzig Jahre altes Gerät aus dem Kalten Krieg wirklich das, was die Ukraine braucht? Dazu einige Antworten.

Was ist denn dieser Gepard, und was ist ein Flugabwehrpanzer?

„Als Willy Brandt Bundeskanzler war, Mutter hatte blondes Haar“, machte sich der Satiriker Funny van Dannen einmal über die 1970er-Jahre-Nostalgie lustig. Doch genau in dieser Zeit, im Jahr 1973, wurden die ersten Flugabwehrpanzer des Typs Gepard in Dienst gestellt. Die Bundeswehr erhielt damit ein Waffensystem, das die Kampf- und Schützenpanzer in jedem Gelände begleiten konnte. Das war wichtiger geworden, weil wenige Jahre zuvor mit dem Kampfhubschrauber für den Kampfpanzer ein neuer gefährlicher Gegner entstanden war. Der Gepard schützte die Kampfeinheiten rund um die Uhr auf dem Marsch, beim Lagern und selbst im Gefecht.

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