Weihnachtsfrage 2020 31. Dez 2020 Zusammengestellt von Regine Bönsch und Benita von Hopffgarten

Von Analogsynthesizern, Schubkarren und mehr

Die Redaktion der VDI nachrichten hat auch im Jahr 2020 Topmanagern und Forschern eine spezielle Weihnachtsfrage gestellt. Die Antworten bieten sehr persönliche Einblicke.

„Egal, welche bahnbrechende Technologie 2021 auf den Markt kommt, welchem Gerät werden Sie persönlich ewig treu bleiben? Und warum?“ – diese Frage haben wir Managern und Managerinnen, Forschern und Forscherinnen gestellt. Lassen Sie sich bei den Antworten überraschen.

Der Sound der Zukunft


Foto: privat

„Analogsynthesizer werden mich immer begleiten, obwohl ich eigentlich in digitaler Technologie sozialisiert bin. Analoge Systeme sind viel besser ‚hackbar‘ – man kann mitten drin eingreifen, verändern, experimentieren. Sie reagieren darauf großzügig, geduldig und manchmal mit echten klanglichen Überraschungen. Dagegen sind digitale Systeme aus dünnwandigem Porzellan, eine kleine Modifikation und alles kann zerbrechen.

Klänge erzeugen mit analogen Systemen ist gleich doppelt direkt: Zum einen gibt es für alle Parameter einen Knopf oder Schalter, und zum anderen hört man das Resultat sofort – oder eben nicht. Diese Direktheit ist einzigartig, die Robustheit bewundernswert und die Ergebnisse manchmal einfach zum Verlieben. Analoge Synthesizer klingen heute noch immer nach Zukunft. Auf dem Foto bin ich gerade dabei, mit meinem Sohn einen analogen Synthesizer zusammenzulöten, wie ich es bereits erstmals vor 40 Jahren gemacht habe.“

Rafael Laguna de la Vera, Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovation

Mix aus Alt und Neu


Foto: Privat

„Die Frage der ‚ewigen Treue‘ brachte mich ins Sinnieren. Zunächst fielen mir all jene Geräte ein, denen ich wohl gern weiter treu sein möchte, die aber soeben auf Reparatur warten, so etwa die geerbte Pfaff-Nähmaschine, bei der der Beleuchtungsknopf abbrach und die Stromversorgung lahmlegte. Unseren Alltag bestreiten wir ja wesentlich mit einem Park an ‚alten‘ Geräten. Und mehr Ingenieure sind mit Instandhalten als mit dem ‚next big thing‘ beschäftigt. Meine ewige Treue gilt jedenfalls meinem Fahrrad und seinem Mix aus Alt und Neu: Rahmen aus Stahl ohne viel Schnickschnack; Riemen- und Rohloff-Schaltung mit geringem Wartungsaufwand. Da müssen sich nur noch die neu entstandenen Pop-up-Radwege weiter halten!“

Heike Weber, Professorin für Technikgeschichte an der TU Berlin und Vorsitzende des Ausschusses Technikgeschichte im VDI

Technologisch beherrschbar


Foto: Anne Günther/FSU (links), privat

„Meiner Schubkarre werde ich treu bleiben, denn sie dient meiner Resilienz bei unerwarteten Vorkomm­nissen. Sie ist technologisch beherrschbar und gibt entsprechende Souveränität; ermöglicht infrastrukturunabhängigen Transport von Personen, Lasten … und dient so der Mobilität und Hilfsbereitschaft; ist umweltfreundlich und befördert Nachhaltigkeitsstreben; unterstützt beim Obst- und Gemüseanbau und eröffnet die Option, Selbstversorger zu sein; ist energetisch nur von Muskelkraft abhängig und lässt autark sein; ermöglicht Bewegung an der frischen Luft und fördert somit Gesundheit; ist ohne digitale Technologien nutzbar; stimmt mich durchaus optimistisch, was die Zukunft anbelangt – trotz alledem, was passieren könnte.“

Uwe Cantner, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

Stift und Papier bei Teams und Zoom


Foto: DMG Mori Aktiengesellschaft

„Analog und digital vereint: Auf dem Weg in die neue Normalität bedarf es innovativer Ideen, einer klaren Strategie und viel Leidenschaft. Kurze Skizzen und Notizen mit Stift und Papier sind für mich nach wie vor ein Schlüssel. So forcieren wir seit Jahren erfolgreich den Ausbau unserer strategischen Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.“

Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der

DMG Mori Aktiengesellschaft

Kompakt und leicht bedienbar


Foto: Siemens Heathineers

„Er ist rund, er ist weiß, er ist klein – und kann weit mehr als die deutlich größeren Stereoanlagen, die er aus meinem Alltag verdrängt hat. Genau, mein Lieblingsgerät ist ein Bluetooth-Lautsprecher. Extrem kompakt, leicht bedienbar und mit einer unglaublich guten Klangqualität, die mich vom ersten Ton an überzeugt hat.“

André Hartung, Leiter Diagnostische Bildgebung bei Siemens Healthineers

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