Qualifikation 16. Jun 2022 Von Claudia Burger

Data Scientists sind wie die seltenen Orchideen des Arbeitsmarkts

In der deutschen Wirtschaft gibt es einen massiv steigenden Bedarf an Data Scientists. Das zeigen Studie von Bitkom und Dekra.

Was kann ich aus dem Meer der Daten herausziehen? Unternehmen suchen nach Fachkräften, nach Data Scientists. Analytische Fähigkeiten sind wichtig, aber nicht die einzig nötige Qualifikation.
Foto: panthermedia.net/ Hans-Joachim Bechheim

Aktuell sind Daten-Expertinnen und -Experten nur sehr schwer auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Derzeit geben 6 % der Unternehmen an, dass sie Spezialistinnen oder Spezialisten für datengetriebene Geschäftsmodelle beschäftigen. Aber 15 % planen, solche künftig einzustellen. Dabei sagen gerade einmal 4 % der Unternehmen, die entsprechende Stellen derzeit offen haben, dass die Besetzung eher einfach sei – 58 % fällt es hingegen eher schwer und 38 % sogar sehr schwer. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Der Geschäftserfolg der Unternehmen wird immer stärker davon abhängen, ob und wie sie Daten einsetzen können. Data Scientists werden quer durch alle Branchen zu den wichtigsten Kompetenzträgern in den Unternehmen. Und für Deutschlands Wirtschaft wird es zu einer wettbewerbsentscheidenden Zukunftsfrage, ob künftig in ausreichendem Umfang einschlägig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Hier eröffnet sich ein Berufsfeld, das in den kommenden Jahren enorme Bedeutung erlangen wird.“

Viel Luft nach oben

Bitkom fordert stärkere Beteiligung von Frauen und Zuwanderung

Vor allem größere Unternehmen setzen heute schon auf Data Scientists & Co. und wollen hier weiter aufstocken. So gibt jedes dritte Unternehmen (33 %) mit 500 und mehr Beschäftigten an, derzeit Spezialistinnen und Spezialisten für die datengetriebenen Geschäftsmodelle zu beschäftigen, 38 % planen dies für die Zukunft. Unter den Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten haben bereits 15 % Data Scientists an Bord, 10 % planen Einstellungen. Unter den kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Beschäftigten haben erst 3 % Expertise für datengetriebene Geschäftsmodelle im Haus, 15 % planen Einstellungen. Rund jedes vierte Unternehmen (28 %) gibt an, eigene Beschäftigte für datengetriebene Geschäftsmodelle weiterzubilden. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, fordert Bitkom ergänzend zu einer besseren Aus- und Weiterbildung die Stärkung von Frauen in der IT und die Förderung qualifizierter Zuwanderung.

Jeder fünfte Arbeitgeber setzt Erfahrung mit Deep Learning voraus

Jedes Unternehmen verfolgt andere Ziele und auch die Zusammenstellung der Teams wirkt sich auf die Aufgaben von einem Data Scientist aus. Die meisten der gesuchten Expertinnen und Experten befassen sich mit fortgeschrittenen Analysemethoden. Neben allgemeinen Kenntnissen in Datenanalyse benötigen sie Erfahrung im Bereich Machine Learning. Außerdem setzt nicht ganz jeder fünfte Arbeitgeber Erfahrung mit Deep Learning voraus (18,3 %). In den Stellenbeschreibungen finden sich zudem Aufgaben, die den gesamten Analyseprozess abdecken: Die zukünftigen Mitarbeitenden sollen beispielsweise Modelle und Methoden entwickeln und evaluieren oder Daten so aufbereiten, dass sie sich in die entsprechenden Analyse-Tools exportieren lassen.

Fachkräftesicherung in unsicheren Zeiten

 Technisch-analytische Fähigkeiten sind wichtig, reichen aber nicht

Technisch-analytische Fähigkeiten seien das eine. Ein Data Scientist arbeitet laut Dekra eng mit denjenigen zusammen, die später ihre Analysen nutzen, zum Beispiel aus den Fachabteilungen oder der Geschäftsführung. Hier kommt es darauf an, komplexe Fragestellungen oder Ergebnisse verständlich zu erklären und zu präsentieren.

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