VDI-NACHRICHTEN-STUDIE 08. Mrz 2018, 13:00 Uhr Wolfgang Schmitz

Dem IT-Ingenieur gehört die Zukunft

Ingenieure mit IT-Zusatzkompetenzen sind in Unternehmen heiß begehrt.

Dank der Digitalisierung sind insbesondere Ingenieure mit IT-Kenntnissen sehr begehrt!
Foto: panthermedia.net/Gorodenkoff

Personalentscheider erwarten für die kommenden fünf Jahre erhebliche Veränderungen bei der Zusammensetzung ihrer technisch orientierten Belegschaft. Was nicht überrascht: Ingenieure werden weiterhin gesucht und auch IT-Experten können sich über eine große Nachfrage freuen. Den größten Sprung im Ranking der meistgesuchten technischen Fachkräfte machen jedoch diejenigen, die die Fähigkeiten beider Disziplinen miteinander vereinigen. Dabei ist eine ingenieurwissenschaftliche Grundlage noch vielversprechender als ein reines IT-Studium. Das geht aus der Studie „Ingenieure und ITler: Berufsperspektiven“ des Beratungsunternehmens Frankeconsult im Auftrag der VDI nachrichten hervor. Innerhalb der Studie wurden Personalentscheider in 120 Unternehmen und Institutionen gefragt, welche Fachleute die Zukunft gestalten sollen und können.

Trends wie die Digitalisierung und der radikale Umbruch in der Autoindustrie erfordern zunehmend Fachleute, die noch breiter qualifiziert sind. Die beste Basis dafür bieten laut Personalbeauftragten immer noch die „klassischen“ Ingenieure, deren Bedarf in den Unternehmen allerdings von heute gut 61 % auf knapp 48 % sinken wird. Das Abschmelzen des „Klassiker“-Anteils wird in allen Branchen erwartet, wobei der Automotive-Bereich mit einem Minus von 17,4 % vor Elektroindustrie, Dienstleistern und dem Maschinen-/Anlagenbau – jeweils minus 15 % – die Reihe anführt. Von diesem Rückgang werden vor allem die IT-Ingenieure profitieren, deren Zuwachs bei zehn Prozentpunkten liegt (von 18 % auf 28 %). ITler müssen mit einem Plus von 3,5 Prozentpunkte, von knapp 21 % auf gut 24 % rechnen.

Trotz des erwarteten Anteilsrückgangs wird dem klassischen Ingenieur ein hoher qualitativer Beitrag für den Zukunftserfolg des Unternehmens zugeschrieben. Den IT-Ingenieur ordnet man dabei allerdings noch etwas höher ein, wogegen der ITler gegenüber beiden zurückfällt. „Der IT-Ingenieur verbindet gewissermaßen das Positive zweier Welten“, heißt es in der Studie. In den Charakterisierungen durch Personalentscheider hat er aber größere Verwandtschaft mit dem Ingenieur als mit dem „reinen“ ITler.

Obwohl längst nicht jeder Personalverantwortliche Erfahrungen auf dem Gebiet der Kooperation von Ingenieuren und ITlern hat, befürchtet jeder dritte von ihnen, dass diese nicht reibungslos funktionieren könnte.

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