Additive Fertigung im Weltraum 01. Feb. 2024 Von Stefan Asche Lesezeit: ca. 1 Minute

Erster Metall-3D-Drucker auf ISS angekommen

Mithilfe eines drahtbasierten Laserauftragskopfes sollen Ersatzteile hergestellt werden. Der Einsatz gilt als Testlauf für künftige Marsmissionen und extraterrestrische Bergbauaktivitäten.

Der Drucker, hergestellt vom französischen Unternehmen AddUp, wird in das europäische Forschungsmodul "Columbus" eingebaut.
Foto: ESA

Das französische Unternehmen AddUp hat in Zusammenarbeit mit Airbus den ersten Metall-3D-Drucker für das Weltall an die Europäische Weltraumorganisation (ESA) geliefert. Das Gerät wurde am Dienstag an Bord einer SpaceX Falcon-9-Rakete zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht. Es wurde speziell für den Einsatz in der Schwerelosigkeit entwickelt und wird in das europäische Wissenschaftsmodul Columbus integriert.

Diese Testkörper wurden im neuen Drucker aufgebaut – auf der Erde. Sie sollen als Vergleichsobjekte dienen. Foto: ESA

Im ersten Schritt werden Testkörper additiv aufgebaut und mit gleichen Bauteilen verglichen, die auf der Erde gedruckt wurden.

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Der Drucker, dessen Entwicklung 2016 gestartet wurde, arbeitet im DED-Verfahren (Directed Energy Deposition). Im konkreten Fall wird ein Draht vorgeschoben und in einem Laserfokus aufgeschmolzen. Die Schmelze wird dann sukzessive zu Bauteilen aufgeschichtet. Das Gerät soll bereits im nächsten Monat in Betrieb genommen werden. Es bietet die Möglichkeit, nicht nur kaputte Teile zu ersetzen, sondern auch improvisierte Komponenten für unvorhergesehene Notfälle oder Nachrüstungen herzustellen. Ein DED-Lasersystem kann außerdem als Schneid- und Markierwerkzeug eingesetzt werden.

Bedeutung des 3D-Drucks für die Weltraumforschung

Der 3D-Druck wird nach Ansicht von Experten ein unverzichtbares Werkzeug sein, wenn die Menschheit andere Planeten besiedeln oder im Weltraum Bergbau betreiben will. Die Technik wird helfen, das Frachtvolumen zu reduzieren und Metalle zu recyceln.

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