Additive Fertigung für Maker 05. Jan 2023 Von Stefan Asche

Filamente selbst herstellen aus alten PET-Flaschen

Ein tschechischer Maker hat eine kostenlose Anleitung veröffentlicht, mit deren Hilfe engagierte Hobbybastler einen eigenen Filamentextruder herstellen können. Gefüttert wird das Gerät mit alten PET-Flaschen.

Alte Plastikflaschen aus PET (Polyethylenterephthalat) landen oft auf der Deponie. Dabei könnten sie mit einfachen Mitteln umgeformt werden zu Filamenten für den 3D-Druck.
Foto: panthermedia.net/belchonock

Anfänger kennen das: Lange nicht jeder Printjob führt zum gewünschten Ergebnis. Insbesondere beim beliebten Schmelzschichtverfahren (Fused Filament Fabrication, FFF) lauern viele Fehlerquellen. Sie münden regelmäßig in Fehldrucken – also Plastikschrott. Für jeden weiteren Versuch muss neues Filament her. Pro Kilo werden hierfür mindestens 10 € fällig, bei besonderen Kunststoffen kann der Betrag aber auch schon mal dreistellig werden.

Abhilfe schaffen – und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – will der tschechische Maker Ondrej Sraitr. Statt am laufenden Band neuen Müll zu produzieren, will er aus bestehendem Müll neue Filamente spinnen. Dazu hat er den „Petamentor“ entwickelt. Das zweiteilige Gerät zerschneidet alte PET-Flaschen zunächst in lange Streifen, die anschließend zu Standard-Filamenten extrudiert werden.

Wie nachhaltig ist der 3D-Druck?

Ausführliche Bauanleitung mit Video-Tutorial

Sämtliche Teile, die dafür benötigt werden, stellt der engagierte Bastler auf seiner Homepage vor. Diejenigen Komponenten, die gedruckt werden können, sind mit entsprechenden STL-Dateien hinterlegt. Zu allen elektronischen Zukaufbauteilen nennt er potenzielle Bezugsquellen. Doch damit nicht genug: In verschiedenen Youtube-Videos zeigt er Schritt für Schritt auf, wie der Petamentor montiert und zusammengelötet wird. Das Projekt ist Open Source und wird laufend weiterentwickelt. Wie das Ergebnis bestenfalls aussehen kann, zeigt dieses Video:

Fehldrucke lassen sich auch einsenden und recyceln

Wer schon viele Fehldrucke aus Standardkunststoffen zuhause rumliegen hat, muss sie übrigens nicht zwingend in die Tonne werfen. Eine Alternative dazu bietet das Braunschweiger Start-up Recycling Fabrik. Es sammelt den Müll und erzeugt daraus neue Filamente. Wie das funktioniert und wer davon profitiert, erläutert Geschäftsführer Rudolf Leue in dieser Folge des Podcasts „Druckwelle“:

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Stuttgart Netze GmbH

Ingenieur Elektrotechnik / Versorgungstechnik (w/m/d)

Stuttgart
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Baumanagerin / Baumanager (w/m/d)

Berlin
Diamant Polymer GmbH

Vertriebsingenieur Deutschland (w/m/d)

Mönchengladbach
Stuttgart Netze GmbH

Ingenieur Elektrotechnik / Versorgungstechnik (w/m/d)

Stuttgart
Berliner Hochschule für Technik (BHT)

Professur Additive Fertigung

Berlin
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Professur (W2) Geriatrische Robotik

Kempten
Technische Hochschule Mittelhessen

W2 Professur mit dem Fachgbiet Softwaretechnik und Informationssicherheit

Friedberg
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Energieeffiziente Maschinensysteme für Baumaschinen

Deutz
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Automatisierung und Vernetzung mobiler Maschinensysteme

Deutz
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Assistenz und Diagnosesysteme für Landmaschinen

Deutz
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Additive Fertigung