Additive Fertigung 27. Jan 2022 Von Stefan Asche

Glas klar 3D-gedruckt

Die Glassomer GmbH nutzt 3D-Drucker und Spritzgießmaschinen, um hochreines Quarzglas in Form zu bringen. Dabei muss in keinem Produktionsschritt die Schmelztemperatur des Werkstoffs erreicht werden. Möglich machen das die sogenannten „Glassomere“.

Glaskünstler kämen bei diesem 12 cm hohen Eiffelturm schnell an ihre Grenzen. Für 3D-Drucker mit Glassomer-Technik ist das hingegen eine leichte Übung.
Foto: Glassomer GmbH

Glas ist toll: Es ist resistent gegenüber Chemikalien, hitzebeständig, kratzfest und obendrein leicht zu recyceln. Damit ist es den meisten Kunststoffen in allen Belangen überlegen. Obendrein sind die Rohstoffe zur Erzeugung des Werkstoffs vergleichsweise billig.

Dennoch begegnen uns im Alltag überall Kunststoffe – selbst dort, wo Glas vermutet werden könnte. Ein Beispiel sind Kamera-Optiken in Smartphones. Hintergrund dieser vermeintlichen Absurdität: Das Formen von Glas ist entweder sehr energieintensiv oder mit dem Einsatz gefährlicher Chemikalien verbunden. So braucht es etwa eine Temperatur von rund 2000 °C, um reines Quarzglas zu schmelzen. Und wer sehr feine Strukturen in Glaskörpern erzeugen will – etwa um mikrofluidische Systeme herzustellen – kommt um den Einsatz von ätzender Flusssäure nicht herum.

Die Freiburger Glassomer GmbH möchte diese beiden Mankos beseitigen.

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