Roboter-Messe iRex 2022 11. Mrz 2022 Von Martin Ciupek

Weltweit kommen die meisten Industrieroboter aus Japan

Diese Woche startete die International Robot Exhibition iREX in Tokio. Nach aktuellen Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) lieferten japanische Hersteller zuletzt jährlich über 135 000 Industrieroboter aus.

In Tokio wurden diese Woche neue Cobot-Modelle wie der CRX von Fanuc vorgestellt.
Foto: FANUC

Die Automatisierungsbranche richtet in diesen Tagen ihren Blick nach Japan. Dort läuft seit dem 9. März die International Robot Exhibition (iREX) in Tokio, wo es um die aktuellen Trends in der Robotik geht. „Japan ist ein hoch technisiertes Land und weltweiter Vorreiter beim Einsatz von Robotern im täglichen Leben“, sagt Susanne Bieller, Generalsekretärin der International Federation of Robotics (IFR). Zum blumigen Messemotto „Wege zu einer freundlicheren Gesellschaft, überbrückt von Robotern“ erklärt Biehler: „Auf der iREX wird an zahlreichen Beispielen gezeigt, wie Roboter zunehmend helfen, unseren Alltag zu gestalten. Dazu zählt etwa eine verbesserte Qualität und Verfügbarkeit von Produkten, die Reduzierung von CO2-Emissionen, Verbesserungen im Gesundheitswesen oder bei der Pflege älterer Menschen.“

Fast die Hälfte des weltweiten Angebots an Industrierobotern kommt aus Japan

Die Offenheit für den Einsatz von Robotern in Japan drückt sich in den Absatzzahlen dortiger Hersteller aus. Japan ist laut IFR der weltweit größte Hersteller von Industrierobotern. 45 % des globalen Angebots stammen demnach aktuell aus Nippon. Japanische Roboterhersteller haben laut der Robotervereinigung ihre Produktionskapazitäten in den letzten Jahren erheblich gesteigert. Gleichzeitig stieg ihre Exportquote auf 78 %. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 136 069 Industrieroboter im Jahr 2020 ausgeliefert.

Ein großes Thema auf der Messe sind in diesem Jahr kollaborierende Roboter. Sie sind dafür ausgelegt mit Menschen intuitiv zu interagieren. Beispielsweise wird dadurch auch die Programmierung von Roboterbewegungen deutlich erleichtert. Der japanische Hersteller Fanuc Corporation hat auf der Messe dazu drei neue kollaborative Leichtbauroboter-Modelle vorgestellt. Zusammen mit den beiden bisher schon verfügbaren Modellen der Cobot-Baureihe CRX werden nun Nutzlasten von 5 kg bis 25 kg abgedeckt, bei Reichweiten von 994 mm bis 1889 mm beim größten Modell. Laut Hersteller Fanuc sind die CRX-Modelle für einen wartungsfreien Betrieb von bis zu acht Jahren konzipiert.

Das Unternehmen sieht im Bereich der kollaborierenden Roboter insbesondere in Europa eine große Nachfrage. „Mittelfristig wollen wir klarer Marktführer für Cobots in Europa werden, indem wir unsere Kunden dabei unterstützen, ihren Cobot-Einsatz in einem breiten Spektrum von Anwendungen zu erhöhen“, erklärte Shinichi Tanzawa, Präsident und CEO von Fanuc Europe. Mit einer Produktpalette von nunmehr insgesamt elf Cobot-Modellen und Nutzlasten von 4 kg bis 35 kg sieht er sein Unternehmen gut aufgestellt.

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