Zwischenbilanz positiv 06. Nov 2019, 16:11 Uhr Daimler/Peter Kellerhoff

Elektro-Lkw im Praxiseinsatz

Mercedes-Benz Trucks zieht nach Zehntausenden gefahrenen Kilometern im Praxiseinsatz bei Kunden eine positive Zwischenbilanz. Demnach sei der schwere Verteilerverkehr mit batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen wie dem eActros schon heute lokal emissionsfrei und leise möglich.


Foto: Daimler AG

Seit über einem Jahr befinden sich zehn 18- und 25-Tonner mit batterieelektrischen Antrieben in der täglichen Praxiserprobung bei Kunden in Deutschland und der Schweiz. Dabei zeige sich laut Mercedes-Benz, dass sich die bis zu 200 km Reichweite des eActros als realistisch erwiesen habe, und zwar unabhängig von Zuladung, Streckenverlauf oder Topografie. Auch die weiteren Erkenntnisse aus dem Praxistest stimmen Andreas von Wallfeld, Leiter Marketing, Vertrieb und Services Mercedes-Benz Lkw, zuversichtlich: „Wir sind mit dem Konzept des Mercedes-Benz eActros auf dem absolut richtigen Weg. Dies ist für mich die zentrale Erkenntnis nach über einem Jahr intensivster Praxistests unseres batterieelektrischen schweren Verteiler-Lkw.“

eActros kann es mit Diesel-Lkw aufnehmen

Zu den Erkenntnissen der Praxistests zählen auch, dass der eActros im städtischen Verkehr, bei Autobahn- oder Überlandfahrten einem konventionellen Diesel-Lkw in Sachen Verfügbarkeit und Leistungserbringung in nichts nachstehe. So habe sich das Kühlsystem für die Ladung aber auch die Klimaanlage – beide elektrisch betrieben – sowohl im Extremsommer 2019 als auch bei winterlichen Verhältnissen ohne Einschränkungen bewährt. Die Fahrer der Testteilnehmer zeigten sich angetan von der durchgängigen Verfügbarkeit des Drehmoments über den gesamten Geschwindigkeitsbereich hinweg. Zudem seien sie auch von der leisen Fahrweise und einem angenehmen, ruhigen Fahrgefühl angetan. Hinzu kommt, dass bei vorausschauender Fahrweise durch Rekuperation, d.h. Motorbremsung, elektrische Energie zurückgewonnen werden kann. Daher ist es selten nötig, das Bremspedal zu betätigen.

Der eActros basiert auf dem Rahmen des konventionellen Mercedes-Benz Actros, die Architektur des Fahrzeugs wurde jedoch komplett auf den Elektroantrieb ausgerichtet. Zwei Elektromotoren nahe den Radnaben der Hinterachse bilden den Antrieb mit einer Leistung von jeweils 126 kW und einem maximalen Drehmoment von je 485 Nm. Daraus ergeben sich je nach Übersetzung jeweils 11.000 Nm. Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh liefern die Energie für Antrieb. In Abhängigkeit der verfügbaren Ladeleistung lassen sich die Batterien in zwei bis elf Stunden laden, wobei 20 kW bis 150 kW möglich sind.

Langzeittest zeigt: emissionsfreier Verteilerverkehr möglich

Die Testkunden der „Innovationsflotte“, zu denen unter anderem Hermes, Edeka und die Nagel-Group gehören, setzen den eActros für Aufgaben ein, die sonst mit konventionellen Dieselantrieben erledigt würden – aber in völlig unterschiedlichen Branchen und Kategorien. Die Palette reicht von Lebensmitteln bis zu Bau- und Werkstoffen. Bei den Aufbauten reichen die Varianten vom Kühlkoffer über Trockenkoffer bis hin zu Silo oder Plane. Im nächsten Schritt werden rund zehn weitere Kunden jeweils einen eActros der ersten Phase für einen weiteren etwa einjährigen Test übernehmen.

Laut von Wallfeld belegen die Kundenrückmeldungen und Testergebnisse, dass der schwere Verteilerverkehr schon heute lokal emissionsfrei und leise möglich sei. Die Auswertung der durch die Kunden gemachten Erfahrungen fließen nach Aussagen von Mercedes-Benz Trucks direkt in die Weiterentwicklung des eActros ein. Das Serienmodell soll dann ab dem Jahr 2021 vom Band laufen.

 

Tags: Elektromobilität

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