Solarboom 02. Jan 2024 Von Dominik Hochwarth Lesezeit: ca. 3 Minuten

2023 so viele neue Solaranlagen wie nie zuvor

Der Bundesverband vermeldet für das vergangene Jahr mehr als 1 Mio. neuer Solaranlagen. Die hohe Nachfrage sorgte für neue Rekorde bei der Anzahl der Anlagen und bei der Leistung. Für das Jahr 2024 wird mit weiterem Wachstum gerechnet.

PantherMedia 15768242
2023 war ein Jahr der Rekorde, was Solarenergie in Deutschland anging.
Foto: PantherMedia / Siegfried Kopp

Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) wurden in Deutschland im letzten Jahr mehr neue Solaranlagen für die Strom- und Wärmeerzeugung errichtet als jemals zuvor. Über 1 Mio. Anlagen sind installiert worden, wie der Verband am Dienstag in Berlin mitteilte. Besonders die sogenannten Balkonkraftwerke trugen dazu bei. Im Jahr 2023 wurden etwa 270 000 neue Steckersolargeräte in Betrieb genommen – eine Vervierfachung im Vergleich zu 2022.

Mehr als die Hälfte der Solarstromleistung entfiel auf Heimsegment

Laut Bundesnetzagentur wurden 2023 Systeme zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht mit einer Spitzenleistung von etwa 14 GW neu installiert, ein Anstieg um 85 % im Vergleich zu 2022. Diese Anlagen befinden sich auf Dächern und in Freiflächen. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) berichtet, dass die Hälfte der 2023 neu installierten Solarleistung auf Hausdachanlagen entfiel.

Erneuerbare liefern 2023 erstmals über 50 % des Stromverbrauchs

Etwa 31 % der Leistung stammten von Solaranlagen auf Freiflächen, während rund 18 % von Anlagen auf Gewerbedächern kamen. „Die Vielzahl der Steckersolargeräte machte aufgrund ihrer geringen spezifischen Leistung in der Summe keine 2 % der neu installierten PV-Leistung aus“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW.

In Deutschland sind nun etwa 3,7 Mio. Solarstromsysteme in Betrieb. Diese haben 2023 etwa 62 Mrd. kWh Strom erzeugt, was rund 12 % des deutschen Stromverbrauchs deckt.

So wird das Jahr 2024

Für 2024 prognostiziert der Branchenverband eine weiterhin hohe Nachfrage nach Solaranlagen. Als Gründe nennt er steigende Strompreise und attraktive Förderbedingungen. „Für 2024 erwarten wir einen anhaltenden Solarboom“, erklärte Körnig. Um die Wachstumsziele auch in den kommenden Jahren zu erreichen, müsse der Bürokratieabbau weiter vorangetrieben werden. Zudem seien zusätzliche Maßnahmen nötig, um Strom- und Wärmenetze schneller auszubauen.

Bayern hinkt beim Windkraftausbau weiter hinterher

Laut einer Prognose des BSW planen 2024 über 1,5 Mio. Immobilienbesitzerinnen und -besitzer den Bau einer Solaranlage auf ihren Dächern. Diese Schätzung basiert auf einer repräsentativen Umfrage von Yougov unter 1000 Immobilienbesitzern im Dezember. 69 % der Befragten mit geeigneten Dächern können sich vorstellen, eine Solaranlage zu installieren, und 16 % planen dies innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Der Verband erwartet im privaten Bereich für 2024 eine ähnliche Nachfrage nach Solaranlagen mit bis zu 30 kW Leistung wie im Jahr 2023, als Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7 GW installiert wurden. Im Bereich der gewerblichen und Freiflächenanlagen wird hingegen mit einem Marktwachstum gerechnet.

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

EVH GmbH

Fachingenieur Anlagenerrichtung (m/w/d)

Halle (Saale)
Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR

Bauingenieur*in der Fachrichtung Straßenbau / Tiefbau oder vergleichbar

Hagen
Langmatz GmbH

Entwickler Elektronik Hardware/Software für Stadtinfrastruktur Projekte (m/w/d)

Garmisch-Partenkirchen
Technische Hochschule Bingen

W2-Professur (m/w/d) für die Lehrgebiete "Landtechnik und Automatisierung"

Bingen am Rhein
Volksbank eG

Abteilungsleiter (m/w/d) Gebäudemanagement, Verwaltung und Versorgung

Wolfenbüttel
Hochschule Merseburg

Professur (W2): Steuerungstechnik

Merseburg
Westsächsische Hochschule Zwickau (FH)

Laboringenieur (m/w/d) für Digitale Schaltungen, Mikroprozessortechnik, Nachrichtentechnik, Elektromagnetische Verträglichkeit

Zwickau
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Betriebsmanagerin / Betriebsmanager Elektrotechnik mit Vertretung der Objektmanagementteamleitung (w/m/d)

Hannover
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet "Grundlagen der Elektrotechnik/ Elektronik und Mikrocontrollertechnik"

Esslingen am Neckar
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet "Grundlagen der Elektrotechnik / Elektronik und elektrischer Antriebssysteme"

Esslingen am Neckar
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Energie