Auf dem Weg zur sauberen Energie 04. Dez 2023 Lesezeit: ca. 1 Minute

Kernfusions-Forschungsanlage in Japan eingeweiht

Testlauf für Iter: Der neue Kernfusionsreaktors soll wichtige Erkenntnisse liefern für den Start des Megaprojekts 2025.

So sieht die neu eingeweihte Kernfusionsforschungsanlage im japanischen Naka aus.
Foto: dpa Picture-Alliance/Kyodo/MAXPPP

Kernfusion soll nutzbar gemacht werden. Auf diesem langen Weg sind Japan und die Europäische Union (EU) weitergekommen: mit der Einweihung der Kernfusions-Forschungsanlage im japanischen Naka.

Am 1. Dezember wurde unter dem Namen „JT-60SA“ der bisher größte betriebsbereite supraleitende Tokamak der Welt eingeweiht. Es handelt sich dabei um einen torusförmigen Fusionsreaktor, der auf der Methode des magnetischen Plasmaeinschlusses beruht.

Der mit Unterstützung der EU in Japan neu gebaute Reaktor soll der Vorläufer des „International Thermonuclear Experimental Reactor“ (Iter) sein, der derzeit in Frankreich gebaut wird und 2025 eröffnen soll. Mit dem gigantischen Kernfusionsreaktor soll saubere, kohlenstofffreie Energie produziert werden.

Lesen Sie auch: Kernfusion kann kompakter werden

Iter ist so konzipiert, dass er größer als gewöhnliche Fusionsreaktoren ist. Er soll bis 2035 zunächst brennendes Plasma und dann eine vollständige Fusion erreichen können.

Kernfusionsreaktor in Naka ist Vorläufer von Iter

„Was hier heute passiert, wird morgen für den Beitrag der Kernfusion zu einem kohlenstofffreien Energiemix von Bedeutung sein“, betonte Marc Lachaise, Direktor von „Fusion for Energy“, in seiner Rede bei der Einweihung. Und weiter: „JT-60SA ist der Schlüssel zur internationalen Fusions-Roadmap, weil es eine einzigartige Möglichkeit bietet, dieses Fusionsgerät zu erlernen, zu bedienen und wertvolles Wissen mit Iter zu teilen.“

„Fusion for Energy“ ist für den EU-Beitrag zu Iter verantwortlich. 35 Länder beteiligen sich an dem Projekt: die EU, die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Indien, Japan, Russland, China und die Vereinigten Staaten. (mv)

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