Neue Erkenntnisse für die Fruchtbarkeitsforschung“ 23. Okt. 2024 Mélanie Voisin Lesezeit: ca. 2 Minuten

Durchbruch: Forschende beobachten Eisprung in Echtzeit

Dank ihrer bahnbrechenden Aufnahme eines Eisprungs bei der Maus können Forschende vom Max-Planck-Institut dessen Mechanismen aufzeigen und weiter untersuchen. Damit könnten sie und andere Forschende neue Erkenntnisse für die Fruchtbarkeitsforschung beim Menschen gewinnen.

Forschende des Max-Planck-Instituts machen den Eisprung bei Mäusen sichtbar: Hoffnung für die Fruchtbarkeitsforschung beim Menschen?
Foto: panthermedia.net / kontur-vid

Der Eisprung wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen reguliert. Doch der genaue Ablauf des Eisprungs ist nach wie vor wenig erforscht.

Nun ist es den Forschenden um Melina Schuh, Christopher Thomas und Tabea Lilian Marx vom Max-Planck-Institut (MPI) für Multidisziplinäre Naturwissenschaften erstmals gelungen, den Eisprungprozess in den Follikeln einer Maus in Echtzeit sichtbar zu machen.

Schwieriges Unterfangen

Dies war keine leichte Aufgabe, da die Eierstöcke tief im Körperinneren liegen und experimentell schwer zugänglich sind. Erschwerend kommt hinzu, dass der Eisprung in einem sehr engen Zeitfenster stattfindet. Zudem lässt sich nicht vorhersagen, welcher der beiden Eierstöcke den nächsten Follikel bereitstellt.

Dem Forschungsteam gelang es erstmals, den gesamten Ablauf des Eisprungs an isolierten Eierstockfollikeln von Mäusen live unter dem Mikroskop mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu beobachten.

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Ihre erste Erkenntnis: Der Eisprung lässt sich in drei Phasen unterteilen. „Der Follikel dehnt sich aus, zieht sich zusammen und schließlich öffnet sich der Follikel, sodass die Eizelle freigesetzt wird“, erläutert Max-Planck-Direktorin Melina Schuh, Leiterin der Abteilung Meiose.

Hoffnung für die Fruchtbarkeitsforschung

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Eisprung ein bemerkenswert robuster Prozess ist. Obwohl ein äußerer Reiz erforderlich ist, um den Eisprung auszulösen, laufen die nachfolgenden Prozesse unabhängig vom Rest des Eierstocks ab, da alle notwendigen Informationen im Follikel selbst enthalten sind“, erklärt Schuh weiter.

Mit ihrer neuen Methode hoffen Schuh und ihr Team, die Mechanismen des Eisprungs weiter untersuchen und neue Erkenntnisse für die Fruchtbarkeitsforschung beim Menschen gewinnen zu können.

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