Schienenverkehr 05. Mai 2022 Von Peter Kellerhoff

ICE als Lazarettzug für die Bundeswehr

Mit rund 100 Mrd. € will die Bundesregierung die Bundeswehr erneuern. Das Geld soll auch in drei ICE 3 Neo fließen, die als mobile Lazarettschnellzüge eingesetzt werden können.

Drei ICE 3 Neo sollen bis 2025 als schnelle Lazarettzüge zur Verfügung stehen – Stückpreis rund 30 Mio. €.
Foto: imago images/Jan Huebner

Die geplanten Lazarettzüge werden so konzipiert, dass die normale Bestuhlung bei Bedarf gegen 30 Intensivbetten ausgetauscht werden kann. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen die Züge dann zur Versorgung Verwundeter und für den Transport von Intensivpatienten eingesetzt werden, die statt per Flugzeug – wie bisher – per ICE in andere Krankenhäuser verlegt werden können. Die drei ICE sollen ab 2025 zur Verfügung stehen, pro Zug sind 25 Mio. € bis 30 Mio. € im Gespräch.

Für die Schiene fehlen Fachkräfte

Lazarettzüge gab es schon vor mehr als 100 Jahren

Die Idee ist nicht neu, in beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts waren bereits Lazarettzüge im Einsatz, die Verwundete schnell von der Front weg- und in die Krankenhäuser bringen sollten. In ihnen konnten bereits Operationen durchgeführt werden.

Der letzte Vorschlag zum Thema Lazarettzug ist noch nicht so lange her, erst Mitte 2020 plädierte die damalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dafür, die EU mit einem Lazarettzug besser auf Epidemien und eine große Zahl Schwerverletzter vorbereiten.

Frankreich setzte in der Hochphase der Corona-Pandemie die TGV als Lazarettzüge ein

Europa macht auf der Schiene mobil

Ihr Vorschlag basierte mutmaßlich auf den Maßnahmen Frankreichs, das während der Corona-Pandemie Intensivpatienten mit dem Schnellzug TGV zu freien Behandlungskapazitäten im Lande brachte.

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