Zweiter Weltkrieg 11. Aug 2022 Von Wolfgang Heumer

Hedy Lamarr: Lady Bluetooth wollte eigentlich einen funkgesteuerten Torpedo erfinden

Hollywoodstar Hedy Lamarr erfand eine Funkfernsteuerung, um die Nazis zu besiegen. Damit hatte sie keinen Erfolg, doch sie schuf mit ihrem Frequenzsprungverfahren einen Vorläufer von WLAN und Bluetooth.

Britische Seeleute arbeiten während des Zweiten Weltkriegs an einem Torpedo. Damals waren diese Waffen der Alliierten ungelenkt, das konnte auch Hedy Lamarr nicht ändern.
Foto: public domain

Tochter eines Bankdirektors und einer Konzertpianistin, an einer Privatschule ausgebildet und in Klavier und Ballett unterrichtet – für ein Mädchen, das im Kriegsjahr 1914 geboren wurde, hatte Hedwig Eva Maria Kiesler nahezu perfekte Aussichten auf ein gutes Leben in schlechten Zeiten. Schon als Heranwachsende galt sie als Schönheit und – so wird es überliefert – als eigenwillig. Das ebnete ihr als 17-Jährige den Weg zu der ersehnten Schauspielkarriere. Nach drei Nebenrollen stand die junge Frau 1931 mit dem seinerzeit bereits legendären Heinz Rühmann und Hans Moser vor der Kamera.

Hedy Lamarr erfand ein abhörsicheres System zum Übertragen von Funksignalen

„Man braucht kein Geld“ hieß der Streifen; rückblickend wirkt der Titel wie eine Prophezeiung. Denn für ihre vielleicht größte Leistung außerhalb der Kinowelt sah Hedy Lamarr – wie sie sich seit ihrer Flucht vor ihrem ersten Ehemann nach Hollywood nannte – keinen Cent: 1942 entwickelte sie mit dem Musiker George Antheil die Theorie für ein störungs- und abhörsicheres System zum Übertragen von Funksignalen, das frappierend einer wesentlichen Grundlage heutiger WLAN- und Bluetooth-Systeme ähnelt: dem Frequenzsprungverfahren.

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