Telekommunikation 21. Mrz 2022 Von Rainer Bücken

Glasfaserausbau: Akzeptanz könnte besser sein

Sowohl die Deutsche Telekom als auch ihre Wettbewerber legen sich beim Glasfaserausbau mächtig ins Zeug. Die Zahlen der „versorgten“ Haushalte steigen kräftig, die der aktiv genutzten Anschlüsse dümpeln indes um die 30 %-Marke. Kabel und DSL-Techniken bremsen den Appetit auf Glasfaser.

Bis 20 m in die Wohnung kann die Glasfaser bei FTTH-Anschlüssen gelegt werden, sofern die Leitungswege vorbereitet sind. Servicetechnikerinnen unterstützen beim Geräteanschluss. Im Bild richtet eine Servicetechnikerin einen Router der Kundin im Wohnzimmer ein.
Foto: Deutsche Telekom

„Die derzeit noch schwach ausgeprägte Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen liegt vor allem daran, dass die vorhandene, weitgehend kupferbasierte Breitbandversorgung von vielen Nutzern noch als ausreichend empfunden wird. Mit zunehmender Digitalisierung wird die Nachfrage nach Glasfaser allerdings steigen. Die Bundesregierung wird den Prozess der digitalen Transformation weiter vorantreiben“, so eine Sprecherin des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) zu VDI nachrichten.

Ins gleiche Horn stoßen auch Bundesnetzagentur und Monopolkommission bei der Vorlage ihrer jeweiligen Jahresberichte. So erklärt Jochen Homann, damals noch Präsident der Bundesnetzagentur, bei der Vorlage des Tätigkeitsberichts Telekommunikation 2020/2021, „dass beim Ausbau reiner Glasfasernetze bis in die Gebäude und Wohnungen noch großer Nachholbedarf besteht“. Perspektivisch führe zur Deckung der steigenden Bandbreitenbedarfe kein Weg an einem flächendeckenden Glasfasernetz vorbei.

Glasfaserausbau: Anschluss da, aber ungenutzt

Homann hat den gesamten Markt im Blick – und damit sowohl die Telekom-Anschlüsse als auch die der Wettbewerber. Von den Mitte vergangenen Jahres 7,5 Mio. anschließbaren Glasfaserhaushalten – davon 3,2 Mio. bei der Deutschen Telekom und 4,3 Mio. bei deren Wettbewerbern – haben nur 2,5 Mio. die Anschlüsse aktiviert, also Verträge abgeschlossen: Bei der Telekom sind dies 800 000, beim Wettbewerb 1,7 Mio.

Bei der Telekom gibt es demnach eine „Aktivierungsreserve“, wie es heißt, von 2,4 Mio. und bei den Wettbewerbern von 2,6 Mio. Haushalten. Dazu Homann: „Hier haben wir noch ein bisschen aufzuholen, auch was die Nachfrage nach solchen Anschlüssen angeht.“

VDI nachrichten Plus abonnieren

Erhalten Sie Zugang zu allen exklusiven VDI nachrichten-Beiträgen mit VDI nachrichten Plus!

  • Mit wöchentlichem News-Alert
  • Das Abo ist monatlich kündbar
  • Monat kostenlos testen
7,99 € monatlich 92 € jährlich

Oder Sie werden VDI-Mitglied und lesen im Rahmen der Mitgliedschaft Vn+

Jetzt Mitglied werden
Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Stuttgart Netze GmbH

Ingenieur Elektrotechnik / Versorgungstechnik (w/m/d)

Stuttgart
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Baumanagerin / Baumanager (w/m/d)

Berlin
Diamant Polymer GmbH

Vertriebsingenieur Deutschland (w/m/d)

Mönchengladbach
Stuttgart Netze GmbH

Ingenieur Elektrotechnik / Versorgungstechnik (w/m/d)

Stuttgart
Berliner Hochschule für Technik (BHT)

Professur Additive Fertigung

Berlin
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

Professur (W2) Geriatrische Robotik

Kempten
Technische Hochschule Mittelhessen

W2 Professur mit dem Fachgbiet Softwaretechnik und Informationssicherheit

Friedberg
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Energieeffiziente Maschinensysteme für Baumaschinen

Deutz
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Automatisierung und Vernetzung mobiler Maschinensysteme

Deutz
Technische Hochschule Köln

Professur (W2) für Assistenz und Diagnosesysteme für Landmaschinen

Deutz
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Telekommunikation