Dekarbonisierung 27. Sep 2022 Von Peter Weißenberg

Audi: Das größte Motorenwerk der Welt arbeitet komplett CO2-neutral

Der Automobilbauer Audi setzt in seinem Werk in Ungarn auf einen Mix verschiedener Kraftquellen, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu vermeiden. Ein Besuch in Győr.

Exakt: Gerade in der technischen Entwicklung müssen bei Langzeittests alle Systeme reibungslos laufen – auch unter dekarbonisierter Energieversorgung.
Foto: Stefan Warter/Audi AG

Die Sonne glüht auf dem heißen, ausgedörrten Grasland. Kaum ein Lüftchen sorgt für Abkühlung an diesem Spätsommertag auf den weiten Ebenen im Norden Ungarns. In der barocken Altstadt von Győr arbeitet die Bedienung in den Eiscafés im Akkord, an Donau und Raab kühlen die Menschen ihre Beine in den Flussläufen.

Vier Kilometer vor der Stadt wiederum arbeitet Zoran Gyurisits mit Feuereifer daran, dass seine 12 000 Kollegen einen kühlen Kopf behalten können. Der Koordinator Versorgung bei Audi Hungaria lässt die sechs Kühltürme auf dem Dach der Energiezentrale auf Hochtouren laufen, um in watteweißen Wolken Warmluft aus den Hallen zu pumpen. Fünf Brunnen, 200 m tief in die Erde gebohrt, pumpen zeitgleich eiskaltes Wasser in die Kühlschlangen unter den Hallendecken. So lässt es sich erfrischt arbeiten zwischen fahrerlosen Transportsystemen, Roboterarmen und lautlos gleitenden Rohkarossen.

Cool: Mit Kühltürmen, Geothermie, Tiefenbrunnen und Photovoltaik schafft Audi Hungaria ein umweltfreundliches Klima.
Foto: Peter Weißenberg

Jede Maschine, jedes Fließband und jeder Roboter arbeitet komplett CO2-neutral

Alles eine Sache des Betriebsklimas: „Sehr heiße Sommer, eiskalte Winter – an Temperaturextreme sind wir in dieser Region gewöhnt und richten unser Werk darauf aus”, sagt der drahtige Ingenieur mit einem Lächeln. Auch das größte Motorenwerk der Welt, die Autoproduktion, der Werkzeugbau, die Presswerke und die Lackiererei sind den Launen der Natur ausgesetzt. Aber Gyurisits sorgt dafür, dass die gigantische Fabrik deren Kräfte nutzt, sozusagen reibungslos im Team mit seiner Umwelt arbeitet.

VDI nachrichten Plus abonnieren

Erhalten Sie Zugang zu allen exklusiven VDI nachrichten-Beiträgen mit VDI nachrichten Plus!

  • Mit wöchentlichem News-Alert
  • Das Abo ist monatlich kündbar
  • Monat kostenlos testen
7,99 € monatlich 92 € jährlich

Oder Sie werden VDI-Mitglied und lesen im Rahmen der Mitgliedschaft Vn+

Jetzt Mitglied werden
Ein Beitrag von:

Stellenangebote

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Ingenieur der Elektrotechnik für Offshore-Wind (w/m/d)

Hamburg
Hochschule Biberach Biberach University of Applied Sciences

W 2-Professur Projektsteuerung und Projektmanagement Bau

Biberach
FH Aachen

Professur "Mechatronik mit Schwerpunkt Systems Engineering"

Aachen
Landtag Nordrhein-Westfalen

Stellvertretende Referatsleitung in Verbindung mit der Leitung des Sachbereichs "Technische Gebäudeausrüstung (TGA)" (m/w/d)

Düsseldorf
Technische Hochschule Deggendorf

Professur (d/m/w) für das Lehrgebiet "Digitales Baumanagement"

Pfarrkirchen
Hochschule Kempten

Professur (m/w/d) Geoinformatik

Kempten
Technische Universität Darmstadt

Gastprofessuren für Talente aus der Industrie

Darmstadt
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

W2-Professur für Mechatronische Konstruktionen

Saarbrücken
Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Professur für Technische Informatik - Schwerpunkt Hardware (W2)

München
Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Professur für Digitale Signalverarbeitung (W2)

München
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Umwelt