IFO-BRANCHENKONJUNKTURTEST 03. Mai 2022 ifo/aw

Ifo-Geschäftsklima fängt sich nach dem März-Einbruch im April wieder

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im April auf 91,8 Punkte gestiegen, nach 90,8 Punkten im März. Dies war vor allem auf weniger pessimistische Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate zurückzuführen. Die aktuelle Lage bewerteten sie ebenfalls minimal besser. Nach dem ersten Schock über den russischen Angriff zeigt die deutsche Wirtschaft sich widerstandsfähig.

Felix Leiss, Fachreferent für Konjunkturumfragen beim Ifo Institut, erläutert exklusiv für die VDI nachrichten die Entwicklung in  einzelnen Industriebranchen.
Foto: Ifo Institut

Auto

In der Kfz-Branche gab es weiterhin große Engpässe beim Material. Die Kapazitätsauslastung sank gegenüber dem Vorquartal wieder. Dies, obwohl die Auftragsbücher noch immer prall gefüllt waren. Gleichzeitig wurden weitverbreitet die Verkaufspreise angehoben. Die Geschäftsperspektiven hatten sich mit Kriegsbeginn verdunkelt. Viele Unternehmen rechneten mit einer ungünstigen Geschäftsentwicklung.

Chemie

In der chemischen Industrie waren die Geschäftserwartungen mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine eingebrochen. Zwar war die aktuelle Geschäftssituation immer noch vielerorts günstig, für die kommenden Monate fürchteten die Unternehmen aber Geschäftsrückgänge. Insbesondere die enormen Preisanstiege bei den Energieträgern setzten die energieintensive Branche unter große Druck. Allerorts mussten die Verkaufspreise angehoben werden.

Tiefbau

Im Tiefbau verschärften sich die Materialengpässe mit Kriegsausbruch erheblich. Russland und die Ukraine sind wichtige Lieferanten von Baustahl und Bitumen. In laufenden Projekten stellt sich die Frage, inwieweit Kostensteigerungen weitergegeben werden können. Neue Projekte sind kaum kalkulierbar. Im April meldeten bereits 9,3 % der Unternehmen Auftragsstornierungen, nach 3,9 % im März.

Gummi/Kunststoff

DV-Geräte

Hochbau

Architektur

Elektro

Maschinenbau

Metall

Das Ifo Institut fragt monatlich bei 9000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von -20 %.

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