IFO-BRANCHENKONJUNKTURTEST 29. Nov 2022 ifo/aw

Hoffen auf eine milde Rezession lässt den Ifo-Geschäftsklimaindex steigen

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gebessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im November auf 86,3 Punkte gestiegen, nach 84,5 Punkten im Oktober. Mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen zwar weniger zufrieden, aber der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate ließ merklich nach. Die Überzeugung hat sich durchgesetzt, dass die erwartete Rezession weniger tief ausfallen wird, als zunächst viele vermutet hatten.

Chemie

In der energieintensiven chemischen Industrie zeigte sich ein angespanntes Bild: Die Unternehmen meldeten eine rückläufige Nachfrage sowie Produktionsdrosselungen, die Unzufriedenheit mit der Geschäftslage nahm weiter zu. 12,4 % der Betriebe berichteten bereits von Existenzsorgen. Die zuvor hochdynamische Preisentwicklung verlor erheblich an Schwung. Hinsichtlich der kommenden Monate bestanden große Sorgen. Die Beschäftigungspläne waren restriktiv.

Gummi- und Kunststoffwaren

Im Bereich Gummi- und Kunststoffwaren war das Geschäftsklima trübe. Viele Unternehmen beklagten eine sinkende Nachfrage und reduzierte Auftragsbestände. Die Auslastung der Anlagen, zuletzt im Oktober ermittelt, war mit 77,6 % im langfristigen Vergleich unterdurchschnittlich. Für die kommenden sechs Monate wurde mit einer ungünstigen Geschäftsentwicklung gerechnet.

Hochbau

Im Hochbau zeigten sich die Unternehmen außerordentlich besorgt hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung. Noch waren die Auftragsbücher sehr gut gefüllt, aber die Branche kämpft mit einem rückläufigen Neugeschäft und Auftragsstornierungen. Besonders im Wohnungsbau werfen in Anbetracht der rasch steigenden Baukosten und höheren Zinsen immer mehr Bauherren das Handtuch.

Auto

Architektur

DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse

Elektro

Maschinenbau

Metallerzeugung und -bearbeitung

Tiefbau

Das Ifo Institut fragt monatlich bei 9000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von -20 %.

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