Ifo-Branchenkonjunktur 29. Mai 2024 Lesezeit: ca. 2 Minuten

Exklusive Sektoranalyse: Ifo-Konjunkturdaten aus den Branchen Automotive, Hochbau und DV-Geräte

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stagnierte im Mai. So steht es um die Branchen Automotive, Hochbau und DV-Geräte.

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland ist unverändert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verharrte im Mai bei 89,3 Punkten. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen hellten sich hingegen auf. Industrie, Handel und Bau erholen sich, während die Dienstleister einen Dämpfer bekommen. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich schrittweise aus der Krise heraus.

Ifo-Konjunkturexperte Felix Leiss wirft in diesem Monat, exklusiv für VDI nachrichten, einen tieferen Blick in die Sektoren Automotive, Hochbau, DV-Geräte.

DV-Geräte, elektronische und optische Erzeugnisse

Im Mai nahm die Unzufriedenheit mit der aktuellen Geschäftssituation nochmal zu. Zuletzt wurden die laufenden Geschäfte im Herbst 2020, als die Wirtschaft tief in der Corona-Krise steckte, schwächer eingeschätzt. Trotz einer erheblichen Abkühlung binnen der letzten zwölf Monate steht die Branche aber immer noch vergleichsweise robust da. Im Quartalsbeginn wurde eine Auslastung von 84,1 % ermittelt, was in etwa dem langfristigen Mittelwert entspricht. Am aktuellen Rand meldeten die Betriebe allerdings erneut eine ungünstige Nachfrageentwicklung und sinkende Auftragsbestände. Infolge des schwachen Absatzes nahm der Lagerdruck trotz konservativer Produktionsprogramme weiter zu. Für die kommenden Monate rechneten die Unternehmen aber an manchen Stellen mit einer Entspannung, die Geschäftserwartungen notierten mittlerweile wieder klar im positiven Bereich. Die Personalpläne waren vor diesem Hintergrund zwar noch zurückhaltend formuliert, mit Stellenabbau ist aber nicht zu rechnen.

Automotive

In der KFZ-Branche war die Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftssituation bis zum aktuellen Rand verflogen, mittlerweile überwogen die negativen Einschätzungen leicht. Andererseits meldeten die Unternehmen eine leichte Zunahme der Nachfrage und eine Anhebung der Produktionstempos. Zum Beginn des zweiten Quartals wurde eine Auslastung der Anlagen von 86,3 % ermittelt, was eine Verbesserung um 1,8 Prozentpunkte gegenüber Vorquartal darstellt und nur noch geringfügig unterhalb des langfristigen Mittels von 86,6 % liegt. Die Geschäftsperspektiven für die kommenden Monate waren weiterhin trüb, wenngleich über die letzten Monate schon eine deutliche Entspannung der Erwartungen zu beobachten war. In Anbetracht gut gefüllter Fertigwarenlager wurden die Produktionspläne allerdings ein gutes Stück nach unten revidiert und sahen nun an vielen Stellen Drosselungen vor. Dabei kalkulierten die Unternehmen auch vermehrt mit einem sinkenden Personalstamm.

Hochbau

Im Hochbau war das Geschäftsklima weiterhin außergewöhnlich rau, wenngleich über die letzten drei Monate eine leichte Entspannung zu erkennen ist. Zwar war die Unzufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage fast unvermindert laut zu vernehmen. Die Geschäftserwartungen waren allerdings nicht mehr ganz so stark von Sorgen gezeichnet wie noch im ersten Quartal. Es rechneten aber immer noch sehr viele Betriebe mit einer weiteren Abkühlung. Im Rahmen der aktuellen Umfrage wurde ein Rückgang der Auftragspolster von 3,4 auf gegenwärtig 3,2 Monate ermittelt. Dabei klagten mit 48,8 % der Meldungen (50,0 % im Vormonat) nur etwas weniger Betriebe über einen Mangel an Aufträgen. Dazu war erneut ein Rückgang der Kapazitätsauslastung zu beobachten, sie sank um 0,6 Prozentpunkte auf 67,7 %. Vor Jahresfrist war die Auslastung mit 74,3 % noch deutlich höher gewesen.

Architektur

Chemie

Elektronik

Gummi und Kunststoffwaren

Maschinenbau

Metallerzeugung und -bearbeitung

Tiefbau

Das Ifo Institut fragt monatlich bei 9000 Unternehmen in Deutschland wichtige Daten ab. So ermitteln die Münchner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Branchen gesplittet die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate in den Unternehmen. Beispiel: Wenn 40 % der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage positiv beurteilen, 60 % dagegen negativ, ergibt das eine Geschäftslage von –20 %.

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