Historie 11. Okt 2021 Von Martin Ciupek

VDI nachrichten: Alles bleibt anders

Von der klassisch in Schwarz gedruckten Zeitung bis heute hat sich auch optisch viel getan.

Formatänderung: Ein Teil des Redaktionsteams von 2014 stellt hier VDI nachrichten im Tabloidformat vor.
Foto: Ulrich Zillmann

Einhundert Jahre ist VDI nachrichten inzwischen alt und immer noch ist die Redaktion neugierig. Zwischen der Zeitung mit E-Paper-Ausgabe und Onlineauftritt und der ersten Ausgabe am 5. Oktober 1921 gab es zahlreiche Veränderungen. Eine Reise zurück zeigt die wesentlichen Stationen.

Die letzte größere Veränderung erlebte die Zeitung vor fast genau fünf Jahren. Damals wurde das heute bekannte Layout eingeführt. Seitdem schreiben Redakteurinnen und Redakteure regelmäßig Kommentare zu aktuellen Themen. Den Wunsch nach mehr Meinung hatten damals Leser geäußert. Zudem sind die Seiten seitdem geheftet.

Auch die Themen der Woche auf den Seiten 2 bis 5 sowie die regelmäßigen Fokusthemen in der Zeitungsmitte und das Unternehmensporträt „Aus den Unternehmen“ wurden damals eingeführt. Ebenso wurden auf den Seiten 38 und 39 Servicethemen aus dem VDI etabliert.

Handlich und lesefreundlich – eine Frage des Formats

Das handliche Tabloidformat hat VDI nachrichten seit dem 19. Dezember 2014. Zuvor hatten sich bei einer Umfrage 92 % der befragten Leser und Leserinnen für die Ablösung des bis dahin etwa doppelt so großen „Nordischen Formats“ (534 mm x 377,5 mm) entschieden, wie es heute z. B. noch von der FAZ genutzt wird. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass sich eine kleinere Zeitung im Flugzeug oder in der Bahn besser lesen lasse. Positiver Nebeneffekt: In dem Format lässt sich das Layout einfacher auf E-Paper-Ausgaben übertragen und auf Mobilgeräten lesen.

Gleich mehrere große optische Veränderungen erlebte VDI nachrichten in der Zeit zwischen den Jahren 2001 und 2009. Denn erst seit 2001 werden die Bilder in der Zeitung grundsätzlich vierfarbig gedruckt.

Mit Farbe durch die Themen

Von Zeitungsdesigner Mario Garcia erhielt VDI nachrichten damals ein Farbleitsystem und ein farbenfrohes Layout mit gedrucktem Zeitungstitel. Zuvor prangte der Schriftzug der Marke in schwarzen Lettern und in einem deutlich kantigeren Schrifttyp über der Titelseite. Mit dem neuen Layout wurden auch die Magazine Ingenieurkarriere und MBA eingeführt. Ab 2005 bekamen meinungsstarke Vertreter aus Industrie und Wissenschaft auf der Meinungsseite von VDI nachrichten einen Platz für ihre Ausführungen. Eine weitere optische Veränderung erlebte die Zeitung 2009 durch den Zeitungsdesigner Norbert Küpper, der die Titelseite neu gestaltete und beispielsweise mit farbigen Rastern hinterlegte Infokästen einführte.

Sonderteile mit farbig gedruckten Bildern und Grafiken gab es in VDI nachrichten dagegen bereits ab 2000. Ansonsten wurden ab den 1970er-Jahren lediglich einzelne Elemente wie Überschriften und Kästen in blau (cyan) und rot (magenta) vom schwarzen Zeitungsdruck farblich abgesetzt.

Vor Dezember 1990 wurde die Zeitung dabei übrigens noch im Rheinischen Format (350mm x 510mm) gedruckt. Das ist etwas kleiner als das danach genutzte Nordische Format, aber noch deutlich größer als das aktuelle Tabloidformat.

Umbrüche in dunklen Zeiten

Erhebliche Umbrüche erlebte die Zeitung in der Zeit zwischen 1930 und 1950. Nachdem Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde die Zeitung 1934 in RTA-Nachrichten umbenannt. RTA stand für Reichsgemeinschaft technisch-wissenschaftlicher Arbeit. Ende 1937 wurde sie Organ des Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurde der Zeitung zwischenzeitlich eingestellt. Das Bürogebäude in Berlin war zuvor durch Bomben komplett zerstört worden.

Zwei Jahre später, 1947, erschien dann der Nachkriegsjahrgang zunächst als „Mitteilungsblatt des VDI“ und gut eineinhalb Jahre später wieder als Zeitung. Seitdem kommt VDI nachrichten aus Düsseldorf. Ursprünglich wurde die Zeitung nämlich 1921 in Berlin gegründet und dort auch produziert. Im Gegensatz zu heute erschien die Zeitung ursprünglich am Mittwoch.

Den Titel der Zeitung füllte damals ein Beitrag zum Neubau des Deutschen Museums in München mit einem Bild aus dem dortigen Ehrensaal. Darin war unter anderem zu lesen: „Das Gebäude für die Sammlung des Deutschen Museums nimmt eine bebaute Fläche von 10 000 qm ein. Viergeschossige Flügelbauten mit vier Treppenanlagen und einer Haupttreppe umschließen den inneren Hof von etwa 2500 qm. In dieser Hoffläche sind in der Mittelachse die Schiffbau- und Luftschiffhalle, links und rechts davon die beiden Seitenhallen, bestimmt für die Gruppen Kraftmaschinen und Verkehrswesen, ausgeführt.“ Heute beträgt die Ausstellungsfläche 66 000 m².

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