Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 17. Feb 2022 Von Wolfgang Schmitz

Bei Kompetenzen sind vor allem Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit gefragt

Von Hochqualifizierten wie Ingenieuren und Ingenieurinnen werden mehr überfachliche Kompetenzen verlangt als bei niedrigeren Anforderungsniveaus, wie eine Studie belegt.

Teamfähigkeit gehört zu den führenden Kompetenzen, wenn es um Jobprofile geht.
Foto: PantherMedia / Benis Arapovic

In 64 % der Stellenanzeigen sind überfachliche Kompetenzen als Anforderung an Bewerberinnen und Bewerber gefragt. Am häufigsten fordern Betriebe personale Kompetenzen und sozial-kommunikative Kompetenzen. Dabei wird Zuverlässigkeit in 26 % der Stellenanzeigen genannt und ist damit die am häufigsten nachgefragte überfachliche Einzelkompetenz, gefolgt von Teamfähigkeit, die in 22 % der Stellen als Anforderung genannt wurde. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In 44 % beziehungsweise 43 % der ausgeschriebenen Stellen fragen Betriebe personale und sozial-kommunikative Kompetenzen am häufigsten nach. Deutlich seltener fordern Betriebe Aktivitäts- und Handlungskompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit und fachlich-methodische Kompetenzen, etwa Organisationsfähigkeit. In 20 % bzw. 11 % der Stellenanzeigen ist dies der Fall.

Berater helfen bei Auswahl und Formulierung

Größere Betriebe fragen überfachliche Kompetenzen häufiger nach als kleinere Betriebe. Während die kleinsten Betriebe mit bis zu neun Beschäftigten im Durchschnitt etwas mehr als eine überfachliche Kompetenz in ihren Stellenanzeigen benennen, sind es bei den großen Betrieben mit mindestens 500 Beschäftigten mehr als zwei.

„Wenn Betriebe mit überfachlich kompetenten Belegschaften tatsächlich wandlungsfähiger sind, könnte es auch für viele kleinere Betriebe vorteilhaft sein, neben den fachlichen auch stärker auf die überfachlichen Kompetenzen von Bewerberinnen und Bewerbern zu achten und Stellenausschreibungen entsprechend zu formulieren“, so IAB-Forscher Michael Stops. „Einschlägige private oder öffentliche Beratungsangebote könnten Betriebe bei der Auswahl und Formulierung der relevanten Anforderungen unterstützen.“

Bei hohen Qualifikationen werden mehr Kompetenzen erwartet

Die Nachfrage nach überfachlichen Kompetenzen steigt zudem mit höheren Qualifikationsanforderungen der beruflichen Tätigkeiten mit Ausnahme der personalen Kompetenzen: Diese werden bei allen Anforderungsniveaus ähnlich stark eingefordert.

Wenngleich überfachliche Kompetenzen gefragt sind, benennen Betriebe häufiger fachliche Anforderungen. „Bei der Ausschreibung von zu besetzenden Stellen kommt es nach wie vor sowohl auf fachliche als auch auf überfachliche Aspekte an. So werden Arbeitsuchende mit einem fachlich einschlägigen Kompetenzprofil höhere Chancen auf eine Einstellung haben, wenn sie auch über überfachliche Kompetenzen verfügen“, so Stops.

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