Automation 03. Jun 2021 Von Martin Ciupek

Roboter für alle

Sie sind vor allem in der Industrie zu finden, doch demnächst sollen Roboter den Alltag erobern.


Foto: mauritius images / Westend61

Bald sollen Roboter so einfach zu bedienen sein wie Smartphones. Daran arbeiten Entwicklungsteams an Hochschulen und bei Roboterherstellern mit Hochdruck. Ihre Motivation: Durch die intuitive Interaktion zwischen Mensch und Maschine entstehen neue Anwendungsoptionen – und zwar sowohl für Industrie und Handwerk als auch für die persönliche Assistenz im Alltag.

Marktforscher wittern bei kollaborierenden Robotern, sogenannten Cobots, daher ein erhebliches Wachstumspotenzial. Das US-Beratungsunternehmen ABI Research hat dazu vorige Woche frische Zahlen veröffentlicht: Danach wird der globale Cobot-Markt von für 2021 prognostizierten 600 Mio. $ auf 8 Mrd. $ anwachsen.

Vom Robotertrend wollen auch Startups profitieren

Davon wollen sowohl etablierte Hersteller als auch Start-ups profitieren. Im Februar hat ABB zwei neue Cobots mit vereinfachter Bedienung und Sicherheitsfunktionen für die Interaktion mit Menschen vorgestellt. Wettbewerber Kuka kündigte im April ein neues Betriebssystem für seine Roboter an. Es soll Basis für die neue Robotikplattform des Unternehmens sein. Darüber wollen die Augsburger einen einfachen Zugang zu leicht bedienbaren Programmen, Apps, Diensten und Zubehör realisieren.

Bis die Technik wirklich reif für die intuitive Anwendung im privaten Haushalt ist, dürften allerdings noch Jahre vergehen. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran, dass sich die Maschinen in Umgebungen zurechtfinden, die sie nicht kennen oder die regelmäßig verändert werden. Dafür soll der Einsatz von künstlicher Intelligenz, insbesondere verschiedene Formen des maschinellen Lernens, sorgen – Software in Kombination mit Sensorik, die dann auch außerhalb der Labore zuverlässig funktionieren muss.

Den Fokus „Kollaborierende Roboter“ Lesen Sie im aktuellen E-Paper der VDI nachrichten mit diesen Themen:

Berühren erwünscht

Automation: Noch sind Roboter vorwiegend professionellen Anwendungen vorbehalten. Durch ihre zunehmend intuitive Anwendung werden sie alltagstauglich und könnten wie Smartphones bald reif für eine breite Anwendung werden.

Cobots aus dem Webshop

Automation: Wer mit kollaborativen Robotern neue Anwendungsbereiche und Erstanwender erreichen möchte, sollte für leichte Bedienbarkeit sorgen. Bei ABB in München wurde dafür einiges getan.

So wird Robotern das Lernen beigebracht

Forschung: Es gibt inzwischen viele Ansätze, um die Bedienung von Robotern zu vereinfachen. Bis zu einer natürlichen Interaktion ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Stellenangebote

Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg

Professuren für Elektrotechnik

Friedrichshafen
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Professur (W2) Selbstlernende und Adaptive Systeme

Regensburg
Technische Hochschule Bingen

W2-Professur Mathematik und Data Science (m/w/d)

Bingen
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) Network Communication

Cham
Hochschule Flensburg

Laboringenieur*in für den Bereich Elektrotechnik und Elektromaschinenbau (d/m/w)

Flensburg
Technische Universität Darmstadt

Universitätsprofessur (W3) Product Life Cycle Management

Darmstadt
Frankfurt University of Applied Sciences

Professur (W2) für das Fachgebiet: Hochfrequenztechnik

Frankfurt am Main
Technische Hochschule Mittelhessen

Professur (W2) mit dem Fachgebiet Life Cycle Assessment und Circular Economy

Friedberg
Hochschule Kaiserslautern

W2-Professur - Verfahrenstechnik und Apparatebau

Kaiserslautern
Hochschule Osnabrück

Professur (W2) für Mechatronik

Osnabrück
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Top 10 aus der Kategorie Automation