V4Drive 05. Jul 2024 Von Oliver Klempert Lesezeit: ca. 1 Minute

Porsche will Batteriegeschäft für E-Autos von Varta übernehmen

Um sich neue Geschäftschancen in der Elektromobilität zu eröffnen, will der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche schon seit Längerem eine eigene Batteriezellproduktion aufbauen. Geplant ist eine Produktion im Umfang von 10 GWh bis 20 GWh Zellkapazität jährlich. Ein bedeutender Schritt in diese Richtung wäre die Übernahme des Elektroautobatterien-Geschäfts des angeschlagenen Konzerns Varta. 

Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche verfolgt ambitionierte Pläne, um in die Elektromobilität einzusteigen. Jetzt plant die Volkswagen-Tochter das Batteriegeschäft für E-Autos von Varta zu kaufen.
Foto: Porsche/Studio Goico GmbH

Nun will Porsche dem angeschlagenen Batteriekonzern Varta sein Geschäft für Elektroautobatterien abkaufen. Aktuell laufen Verhandlungen über ein mögliches Mehrheitsinvestment in die Varta-Tochter V4Drive, eine unverbindliche Absichtserklärung sei geschlossen worden. Die Elektroautobatterie V4Drive entwickelt große Lithium-Ionen-Akkus, wie sie bei Elektroautos zum Einsatz kommen.

Zunächst soll die Varta-Tochter ausgelagert werden. Die Volkswagen-Konzerntochter Porsche würde sich danach über eine Kapitalerhöhung beteiligen. Vorausgehen soll allerdings eine eingehende Prüfung der Bücher durch Porsche.

Steckt aus vielen Gründen in Schwierigkeiten: Batteriekonzern Varta. Foto: Imago / Dreamstime

Rettungsanker in der Not

Für Varta könnte dieses Investment ein Rettungsanker in der Not sein. Der Batteriekonzern kämpft schon länger an verschiedenen Fronten. So schwankt etwa die Nachfrage nach kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen, zum Beispiel für Kopfhörer, stark. Außerdem klagt Varta über Billig-Konkurrenz aus China. Probleme in den Lieferketten machen dem Unternehmen zudem zu schaffen. Zu allem Überfluss hatte ein Cyberangriff im Februar Vartas Computersysteme attackiert und die Produktion für mehrere Wochen gestoppt. Im Juni musste Varta seine Umsatzziele aufgeben.

Varta-Aktie zieht kräftig an

Neben Varta will Porsche aber auch noch mit der Batteriefirma Powerco der Konzernmutter Volkswagen zusammenarbeiten. Für 20 GWh seien Investitionen von 2 Mrd. € bis 3 Mrd. € nötig. Rein rechnerisch würde das für 200.000 Autos mit einer Batteriekapazität von 100 kWh reichen. Die Varta-Aktie legte nach der Bekanntgabe der möglichen Übernahme der Batteriesparte durch Porsche sprunghaft um rund 20 % zu.

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