Bundesnetzagentur 01. Feb 2024 Von Dominik Hochwarth Lesezeit: ca. 2 Minuten

Immer mehr gefährliche Elektronik kommt auf den Markt

Das Internet macht es möglich: Immer mehr billige Elektronik drängt auf den Markt. Das ruft die Bundesnetzagentur auf den Plan, da die Geräte oft nicht den EU-Sicherheitskriterien entsprechen.

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Immer mehr der im Internet bestellten, billigen Elektronikgeräte aus Drittländern sind ein Fall für die Mülltonne - da unsicher und gefährlich.
Foto: PantherMedia / AndreyPopov

Im vergangenen Jahr war in Deutschland ein deutlicher Anstieg beim Verkauf illegaler und gefährlicher Elektroartikel zu verzeichnen. Dazu gehören Funksteckdosen mit Stromschlaggefahr, fehlerhafte Stromsparboxen sowie Spannungsumwandler namens Wechselrichter, die Funkdienste von Polizei und Feuerwehr beeinträchtigen können. Die Bundesnetzagentur muss bei der Vielzahl der billigen und risikobehafteten Produkte aus Drittstaaten den Überblick behalten und sie wieder aus dem Verkehr ziehen.

73 Mio. Geräte vom Markt genommen

Die Bundesnetzagentur gab am Donnerstag in Bonn bekannt, dass im Jahr 2023 insgesamt 8100 Gerätetypen mit einer Gesamtstückzahl von über 73 Mio. vom Markt entfernt wurden. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2022 noch 8200 Gerätetypen, jedoch mit einer geringeren Gesamtstückzahl von 16 Mio. Ein häufiges Problem ist das Fehlen erforderlicher Herstellerangaben, die für den Vertrieb in Deutschland notwendig sind.

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Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, erläutert: „Der Trend unzulässiger und risikobehafteter Produkte aus Drittstaaten setzt sich fort.“ Gemeinsam mit Betreibern von Onlineplattformen sei es gelungen, den Internetverkauf von Millionen Produkten zu stoppen. Müller weiter: „So schützen wir Verbraucherinnen und Verbraucher vor unzulässigen Produkten.“

Bundesnetzagentur arbeitet Hand in Hand mit dem Zoll

Ein genauer Grund für den Anstieg gefährlicher Produkte wurde nicht genannt. Im Jahr 2021 wurden 1936 Angebote mit insgesamt 21 Mio. Artikeln entfernt. Die Schwankungen in den Zahlen resultieren teilweise daraus, dass in einigen Jahren vor allem Elektronikartikel in großer Stückzahl auffallen, während in anderen Jahren Produkte mit geringeren Verkaufsvolumina im Fokus stehen.

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Um das Risiko durch gefährliche Produkte zu reduzieren, arbeitet die Bundesnetzagentur eng mit dem Zoll zusammen. Im vergangenen Jahr meldete der Zoll der Behörde in Bonn 5116 Warensendungen, von denen 92 % nach Überprüfung keine Freigabe erhielten. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2022 4800 Sendungen, bei denen in 91 % der Fälle die Weitergabe verweigert wurde. (dpa/hoc)

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