Für Smartphone und Kamera 27. Mai 2021 Von Hans Ernst

Mikrofone: Kleine Hilfen für den großen Ton

Kameras und Smartphones filmen längst in 4K-Auflösung, doch der integrierte Ton ist oft noch mäßig. Dabei ist guter Klag für den Genuss eines Videos genauso wichtig wie das Bild. Diese separaten Mikros können ihn an Kamera und Smartphone verbessern.

Doppelt gemoppelt


Foto: Deity

Kompakte Richtrohrmikrofone liegen im Trend, seit Fotoapparate und Smartphones Camcorder als Videoequipment ablösen. Richtmikros blenden den seitlich einfallenden Schall aus und konzentrieren das Hörgeschehen auf das, was vor dem Mikrofon passiert. Besonders pfiffig macht das in der Einsteigerklasse das neue V-Mic D4 Duo (um 100 €) von Deity: Es hat nicht nur vorne, sondern auch im Heck eine Mikrofonkapsel eingebaut und ist deshalb in der Lage, bei Interviews Fragen und Antworten gleich gut einzufangen. Strom liefert die Kamera via Anschlusskabel mit „Plug-in-Power“.

Kabelloser Dreiteiler


Foto: Røde

Funkmikros für den Kameraeinsatz, im Fachjargon „Funkstrecken“ genannt, waren aus Kostengründen lange professionellen Filmschaffenden vorbehalten. Die Einführung digitaler Funklösungen für das kostenlos nutzbare 2,4-GHz-Netz und der allgemeine Trend zur Miniaturisierung ändern das zurzeit. Der australische Kameramikrofon­spezialist Røde hatte bei seinem Minifunkset Wireless Go (219 €) die Idee, das Ansteckmikro gleich in das kleine Sendermodul einzubauen. So steckt man sich hier eine Sender-Mikro-Kombi ans Revers. Die neue Variante Wireless Go II (329 €) bietet gleich zwei Sender, die auf einen Empfänger funken – inklusive interner Rekorderfunktion für 7 h im WAV-Audio-Dateiformat.

Klare Sprache


Foto: Sennheiser

Für bessere Sprachqualität speziell für Videobloggerdrehs mit Smartphones sorgt Sennheisers kabelgestütztes Ansteckmikrofon XS Lav in drei Versionen: Als XS Lav Mobile (49 €) passt es über den mehrpoligen Miniklinkenstecker an Smartphones mit 3,5-mm-Buchse. Für Mobilgeräte ohne diese und mit USB-Anschluss ist die Variante XS Lav USB-C (59 €) gedacht. Die gibts auch als Komplettpaket mit mehr Zubehör: einem Mini-Stativhandgriff von Manfrotto und einer Smartphone-Halterung. Dieses XS Lav USB-C Mo­bile Kit kostet 99 €. Je näher das Lavalier-Mikro an der Schallquelle platziert wird, desto klarer sind Interviews zu verstehen – ideal auch für Video-Selfies.

Musikalisches Mikro


Foto: Røde

Da die auf Sprachwiedergabe optimierten Richt- und Funkmikros allesamt nur Mono-Signale liefern, empfiehlt sich für die Aufnahme von Konzerten ein Stereomikrofon. Seit Jahren führt für diese Drehs kein Weg an Rødes Stereo VideoMic Pro vorbei. Es ist die Quasireferenz für erschwingliche Livemusik-Mitschnitte. Das Mikro in der auffälligen Vertikalbauweise kommt in der aktuellen Version mit der entkoppelnden Schwinghalterung des Spezialisten Rycote und bietet drei Verstärkungsstufen. So lässt es sich sogar an die Pegel lautester Heavy-Metal-Bands anpassen, ohne Verzerrungen einzufangen. Mit Marktpreisen um 200 € ist das Stereo VideoMic Pro dabei durchaus noch erschwinglich.

Profiliga mit XLR


Foto: Sony

Während fast alle Consumer-Mikrofone über Miniklinkenkabel mit 3,5-mm-Stecker angeschlossen werden, setzen Profis auf die robustere elektrische Steckverbindung nach XLR-Standard. Für viele Fotokameras von Panasonic und Sony lässt sich diese in Form eines Audioadapters nachrüsten, der auf den Zubehörschuh gesteckt wird und meist zwei XLR-Eingangsbuchsen bietet. Damit werden die Fotokameras tontechnisch zu Proficamcordern. Sony geht mit dem „XLR-K3M“ noch einen Schritt weiter: Dieser Adapter kommt gleich mit einem passenden Kondensatorrichtmikro und erlaubt bei neueren Kameras sogar die kabellose digitale Tonübertragung per Zubehörschuhkontakt. Das Profi-Set kostet stattliche 600 €.

Klassiker aktualisiert


Foto: Sennheiser

Sennheiser war der erste Hersteller, der schon 2008 ein kompaktes Richtmikrofon für digitale Spiegelreflexkameras auf den Markt brachte: das MKE 400. Seit Kurzem gibt es eine Neuinterpretation dieses Klassikers – mit identischer Typenbezeichnung. Beim Kauf erkennt man die aktuelle Version an ihrem robusten Metallgittergehäuse. Das MKE 400 (199 €) kommt mit zwei verschraubbaren Anschlusskabeln: einem für Kameras und Camcorder sowie einem zum Anschluss an Smartphones oder Tablets mit Klinkenbuchse. Praktisch sind die automatische Ein- und Ausschaltfunktion bei Start und Stopp der Kamera sowie die eingebaute Kopfhörerbuchse, die eine Soundkontrolle direkt am Mikrofon erlaubt.

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