Spiele 05. Mai 2022 Von Ralf Fellenberg

Unterhaltung abseits der Bildschirme

Wir verbringen heutzutage mehr Zeit vor digitalen Geräten denn je. Seit dem Start der Corona-Pandemie werden auch Arbeitsbesprechungen virtuell abgehalten. Als analogen Freizeitausgleich stellen wir Alternativen zu Fernsehen, Streaming und Smartphone-Games vor: Brettspiele.

Artenschutz für Zoohause


Foto:
Foto: Feuerland Verlagsgesellschaft mbH

In dem Spiel „Arche Nova“ auf dem Niveau „Kenner bis Experte“ versuchen die bis zu vier Spielenden jeweils einen attraktiven Zoo aufzubauen. Dabei gilt es, möglichst viele Artenschutzpunkte zu erzielen. Ein kluger Aktionsauswahlmechanismus trifft hier auf eine Flut von 250 Karten, die alle Charakteristika eines Zoos hervorragend wiedergeben: Exotische und heimische Tiere, Sponsoren, Forschungskooperationen, Verbandsaktivitäten und Artenschutzprojekte. Mit einer Spieldauer von 90 min bis 150 min ist es kein Gelegenheitsspiel für zwischendurch, sondern eine Empfehlung für Brettspielfreunde an verregneten Sonntagnachmittagen. Das Erstlingswerk des Autors Mathias Wigge für 65 € sorgt weltweit für Aufmerksamkeit.

Natürlich kombiniert


Foto: Franckh-Kosmos Verlag

Das Spielprinzip von „Cascadia“ ist ein klassisches „Plättchen-Legespiel“ und damit nicht neu. Das Thema hingegen verspricht Erholung vom digitalen Alltag: Bei diesem schnell erklärten und doch raffinierten Familienspiel steht das Thema Natur im Vordergrund. Durch Kombination von Tieren und Wildnisarten – das reicht von Gebirge und Wald über Prärie und Feuchtgebiet hin zum Fluss – bauen die Spielenden eine Landschaft vor sich auf, die am Ende anhand mehrerer Kriterien bewertet wird. Abwechslung bringen variierende Wertungskarten ins Spiel und versprechen für 35 € jeweils annähernd 45 min Spaß pro Runde. Das Spiel wird schon jetzt als ein möglicher Kandidat für das „Spiel des Jahres 2022“ gehandelt.

Bunte Wirtschaftswelt


Foto: Schmidt Spiele

Aus dem Italienischen übersetzt bedeutet der Name des Spiels „Mille Fiori“ „1000 Blumen“. Entsprechend bunt geht es hier zu. An das Spielthema „Glasherstellung“ erinnern allerdings nur die transparenten Spielsteine. Ziel ist es, die eigenen Karten auf einem Brettspielplan so geschickt einzusetzen, dass Spielende den erfolgreichsten und lukrativsten Handel aufbauen. Das Kennerspiel stammt aus der Feder des Altmeisters Knizia und kostet annähernd 34 €. Mille Fiori funktioniert erst so richtig ab drei Personen, dann aber greifen die pfiffig verzahnten Kettenzugsmöglichkeiten sauber ineinander und schaffen ein wohliges und ständig belohnendes Spielgefühl.

Kooperativ assoziieren


Foto: Repos Production SRL

„So Kleever“ ist ein Wortspiel mit ordentlich Spaß. Zutaten sind quadratische Wortplättchen und ein Plastikraster in Kleeblattform. Auf jede Kante eines Plättchens ist ein Begriff gedruckt. Liegen vier davon auf dem Zwei-mal-zwei-Kleeblattraster, zeigen immer zwei Begriffe nach außen in dieselbe Richtung. Für die Begriffspaare schreiben die Spielenden insgesamt vier Überbegriffe direkt auf den Rand des Plastikkleeblatts und entfernen dann die Begriffsplättchen aus der Mitte. Die anderen müssen nun puzzeln, wie die Plättchen ursprünglich lagen – zur Verwirrung wird ein fünftes, zufälliges Plättchen hinzugemischt. Das lockere Spiel dauert ca. 30 min und lässt sich – anders als offiziell angegeben – auch gut zu zweit spielen.

Einstieg ins Terraforming


Foto: Schwerkraft Verlag

Das ausgezeichnete Kennerspiel „Terraforming Mars“ hat einen Ableger für Neulinge in der Raumfahrt bekommen. Die Spielenden lenken bei dieser simpleren Variante ihre Konzerne mit dem Ziel, den Mars bewohnbar und nutzbar zu machen. Durch geschickten Einsatz versuchen bis zu vier Spielende in dem 50 € teuren Titel die drei globalen Parameter des Mars – Wasser/Ozeane, Sauerstoff und Temperatur – zu erhöhen und dabei die besten Projektkarten zu wählen. Durch einen geschickten Auswahlmechanismus wird dabei die Spieldauer im Vergleich zum großen Bruder auf „nur“ annähernd 60 min gesenkt und auch die Komplexität zumindest einstiegsfreundlicher.

Den richtigen Ton treffen


Foto: Cocktail Games/Asmodee

Jede Menge Lacher sind garantiert bei „Top Ten“, einem kooperativen Familien- und Partyspiel. Auf eine gestellte Frage müssen alle Mitspielenden eine Antwort geben. Die Besonderheit: Jeder hat zuvor verdeckt eine Intensität zwischen 1 und 10 zugelost bekommen und muss seine Antwort entsprechend tunen. Von „mir egal“ bis „ich erschieße ihn“ können z. B. die Reaktionen lauten, wenn einem ein Parkplatz weggeschnappt wurde. Der Fragende muss nun die Antworten in die richtige Intensitätsreihenfolge sortieren. Das 22-€-Spiel glänzt mit einer besonders ideenreichen Fragenauswahl.

 

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