Gaming 22. Sep 2022 Von Jörn Schumacher

Virtuelles in Präsenz

Zwei Jahren lang fand die Gamescom wegen Covid-19 nur digital statt. 2022 öffnete die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele Ende August erstmals wieder vor Ort in Köln ihre Pforten. Eine Auswahl der spannendsten Produkte für die kalte Jahreszeit.

Deutsche Industrie profitiert von Entwicklungen in der Games-Branche

Wand wird zum Spielfeld


Foto: BenQ

Der Beamer „BenQ X3000i 4K HDR LED“ ist wie für Gamer gemacht: Er schafft 240 Bilder/s und löst in 4K auf. Die Eingabeverzögerung bei HD-Auflösung liegt bei nur 4 ms. Für fesselndes Gameplay sorgt auch eine hohe Leuchtkraft von 3000 Ansi-Lumen. Bei den Farben punktet das Gerät mit 100 %iger DCI-P3-Farbraumabdeckung. Das entspricht dem Standard in der Filmindustrie. Für Farben wie im Kino soll die „Cinematiccolor-Technologie“ sorgen. Zwei kleine Lautsprecher dagegen sind nur eine Notlösung. Ein Algorithmus, der die Lichtleistung und die Helligkeit steuert, lässt Details auch in den dunklen Bereichen sichtbar werden. Kostenpunkt: 2299 €.

Bildschirm für die Nase


Foto: Lenovo

Die „Lenovo T1 Glasses“ projizieren den Inhalt von Geräten mit Windows, Android oder MacOS auf die Augen. Der Vorteil gegenüber einer Virtual-Reality-Brille: Der Nutzer sieht weiterhin auch etwas von seiner Umgebung. Verbaut sind zwei transparente Micro-Oled-Full-HD-Displays mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz. Die Verbindung erfolgt via HDMI, USB-C oder über einen Apple-Lightning-Digital-AV-Adapter. Die Brille kann praktisch sein, wenn das Smartphone zu klein, der Laptop aber zu groß ist oder wenn die Privatsphäre beim Spielen gewahrt werden soll. Die Augmented-Reality-Brille soll bis Jahresende zuerst in China erscheinen und ab 2023 in ausgewählten Märkten. Der Preis wird laut Hersteller bei ca. 500 € liegen.

Ziel: Lügen wie Pinocchio


Foto: Round8 Studio

Eine Jury aus 30 Experten hat in diesem Jahr wieder die „Gamescom Awards“ vergeben – die besten Spiele in insgesamt 20 Kategorien. Der große Gewinner heißt „Lies of P“, ein Action-Rollenspiel von exquisiter Grafik. Darin schlüpft der Spieler in die Rolle von Pinocchio und kommt vor allem durch geschicktes Lügen voran. Die Jury zeichnete das auf der Pinocchio-Geschichte basierende „Soulslike“-Spiel gleich dreimal aus. Charakteristisch für dieses Genre ist der sehr hohe Schwierigkeitsgrad, der in häufigen Versuchsanläufen resultiert. Das Spiel für die Konsolen Xbox Series X/S, Xbox One, Playstation 5 und Playstation 4 sowie für PC wird im nächsten Jahr erscheinen. Der Preis ist aktuell noch unbekannt.

Humor statt guter Grafik


Foto: Lucasarts

Das bekannte Point&Click-Adventure „Monkey Island“ aus dem Hause Lucasarts, das erstmals 1990 erschien, bekommt am 19. September 2022 einen Nachfolger. In „Return to Monkey Island“ muss der Piraten-Anfänger Guybrush Threepwood wieder Rätsel lösen, und es treten wieder viele alte Bekannte auf. Die Grafik sieht aber längst nicht mehr so hübsch aus wie früher. Dass es wieder humorvoll zugeht, zeigt schon die Ankündigung: Wer das Spiel jetzt schon vorbestellt, bekommt eine vollkommen nutzlose Pferderüstung gratis obendrauf. „Hey, wenigstens ist es kein NFT“, scherzen die Entwickler. Solche einzigartigen digitalen Objekte sind gerade ein Hype. Preis: 22,99 €.

Konsole wird beweglicher


Foto: Sony

Die Playstation-VR-Brille bekommt einen Nachfolger. Das Headset verfügt über zwei Display aus organischen LEDs, die mit 4K und in HDR – das heißt mit hohem Dynamikumfang – auflösen (2000 × 2040 Pixel pro Auge). Die Bildwiederholfrequenz liegt bei schnellen 120 Hz und das Sichtfeld beträgt 110°. Beim neuen Modell erfassen vier Kameras am Headset die Bewegung und nicht wie vorher eine Basisstation. Das funktioniert deutlich besser. Die Playstation VR2 erkennt zudem, wohin Nutzer blicken, aber noch nicht deren Gesichtsausdruck. Voraussetzung ist eine Playsta­tion 5, die – leider – weiterhin über Kabel angeschlossen wird. Der Verkauf soll Anfang 2023 starten, Experten schätzen den Preis auf unter 400 €.

Nur noch Monitor in Sicht


Foto: Samsung

Für Begeisterung auf der Gamescom sorgte der 55-Zoll-Curved-Monitor Odyssey Ark von Samsung. Das gekrümmte Display kann sowohl horizontal als auch vertikal genutzt werden. Außerdem lässt sich die 0,88-m2-Fläche auf bis zu vier unabhängige Bereiche aufteilen, um Bilder von mehreren Quellen zu zeigen. Die Bildwiederholungsrate liegt bei gamingtauglichen 165 Hz und die Reaktionszeit bei 1 ms. Mit seiner Größe und dem Krümmungsradius von 1 m füllt das Display das Sichtfeld des Nutzers komplett aus. Verbaut sind vier Lautsprecher und zwei Tieftöner. Ein Haken: Es sind erst Vorbestellungen möglich. Preis: 2990 €.

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