Elektronische Musikinstrumente 20. Mai 2021 Von Regine Bönsch

Wie Chips, Sensoren & Co. die Musik bereichern

Was vor einigen Jahrzehnten unter Musikerinnen und Musikern noch verpönt war, erfährt mittlerweile auch Anerkennung von den Profis. Fest steht: Chips, Sensoren & Co. können die Welt der Musik durchaus bereichern.

Tonstudio im PC


Foto: J. D. Billerbeck

Seit den Tagen des legendären Atari-ST-Computers, dessen Midi-Schnittstelle ihn für Musiker zum PC der Wahl machten, ist die Software Cubase von Steinberg ein Begriff. Mittlerweile liegt sie in der elften Generation vor und ist ein komplettes Tonstudio im PC oder Mac. Neben der Mehrspuraufnahme externer Audioquellen und zahlreicher Klangeinstellungsmöglichkeiten bietet sie dank gesampelter Instrumentenbibliotheken auch die Möglichkeit, zu komponieren und fast jedes gewünschte Klangbild zu erzeugen. Dabei können Töne per Mausklick oder auch per angeschlossener Midi-Tastatur eingegeben werden. Neben Versionen für Profis gibt es für Einsteiger die Version Cubase Elements für rund 100 €.

Töne und Farben


Foto: J. D. Billerbeck

Das Lumi-Keyboard des Herstellers Roli umfasst in der Basisausstattung zwei Oktaven. Mit einer App soll es einerseits das Klavierspielen lernen helfen, indem die zu drückenden Tasten farblich aufleuchten. Aber auch für den fortgeschrittenen Musiker hat es einiges zu bieten: So lassen sich mehrere Lumis zu größeren Keyboards zusammensetzen. Per USB oder Bluetooth angeschlossen, stehen sie dann auf Augenhöhe mit professionellen Midi-Keyboards. Die Tasten sind in der neuesten Version in der Lage, vier verschiedene Arten, wie die Spieler die Tasten drücken, loslassen oder mit den Fingern darüber gleiten, zu identifizieren (Strike, Lift, Glide und Press). Der Preis für ein Keyboard-Element: rund 300 €.

Analoges vom Pionier


Foto: Moog Music Inc.

Robert Moog gilt als Pionier des elektronischen Synthesizers seit den 1960er-Jahren. In kaum einem Studio fehlten diese Geräte, die den Sound zahlreicher Musiker prägten. Mit dem „Subsequent 25“ präsentiert Moog Music einen edel gestalteten analogen 25-Tasten-Synthesizer, dem Tester den typischen satten Moog-Sound attestieren. Trotz analoger Klangerzeugung und Klangformung besitzt das Gerät auch die notwendigen Schnittstellen und eine adäquate Softwareausstattung, um mit digitalen Audioworkstations oder Midi-Komponenten zusammenzuwirken. Der Preis: 939 €.

Manipulation in Echtzeit


Foto: Thomann

Es lädt zum Experimentieren ein: das robuste, umfangreich ausgestattete MPS-750X E-Drumset der Thomann-Hausmarke Millenium. Es ist komplett mit Mesh Sets, also Schlagfellen, ausgestattet. Knapp 700 Sounds und nicht weniger als vier verschiedene Effektarten stehen zur Verfügung. Auf der Bedienoberfläche sorgen sechs Schieberegler (Fader) für Echtzeitzugriff auf Lautstärken und Effektintensität. 20 Drumkits sind vorprogrammiert, weitere 20 können frei belegt werden. Zum Üben gibt es 55 Play-along-Songs in Genres von Rock über Jazz bis Latin. Preis: rund 500 €.

Alle Bläser in einem


Foto: Roland

Sax-Spieler und -Spielerinnen, denen ihr Alt oder Tenor alleine nicht ausreicht, sollten das digitale Aerophone von Roland testen. Das Griffsystem entspricht akustischen Saxofonen, doch in diesem Instrument steckt eine komplette Blech- und Holzbläsersektion – von der Blockflöte bis zur Trompete. In der Pro-Variante haben die Japaner jetzt das Design überarbeitet, hochwertige Komponenten hinzugefügt und auf Basis der Sound­engine von Roland die klangliche Bandbreite noch einmal erweiteret. Atem- und Drucksensoren reagieren beim Pro leicht und heben die Ansprache und Ausdrucksstärke auf ein neues Niveau, verspricht der Hersteller. Klar, dass diese professionellere Variante mit 1500 € ihren Preis hat.

Optisch zum stillen Piano


Foto: Yamaha

Das Spielgefühl eines akustischen Pianos, kombiniert mit der Freiheit, zu jeder Tages- oder Nachtzeit spielen zu können, ohne andere zu belästigen: Das ist ein Silent Piano. Dahinter steckt kein E-Piano, sondern ein richtiges akustisches Klavier mit passender Mechanik. Wird es jedoch stumm geschaltet, dann erfassen unter der Klaviatur verbaute Tastensensoren in einem Graustufenspektrum feine Nuancen im Spiel und leiten sie an Kopfhörer oder Lautsprecher weiter. Sie agieren optisch und kontaktlos, wodurch das Spielgefühl nicht beeinträchtigt wird. Yamaha gilt als Pionier dieser Technik für Klaviere und sogar Flügel. Preise dieser Marke starten bei 7000 €.

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