Energiewende 14. Jul 2022 Von Stephan W. Eder

Ausbau der Windkraft kommt in Deutschland nicht voran

Windkraftanlagen sollen den Löwenanteil der deutschen Energiewende stemmen. Die Branchenzahlen zeigen für das erste Halbjahr 2022: Der Zubau stagniert.

Eine Großbaustelle für Windräder an Land. Die Zubauzahlen im ersten Halbjahr 2022 stagnierten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Branche fordert daher Nachbesserungen bei den politischen Rahmenbedingungen.
Foto: PantherMedia / Claudia Buchmann

Alle halbe Jahr legt die Deutsche Windguard Zahlen für den Windkraftausbau in Deutschland vor. Für das erste Halbjahr 2022 waren es 238 neue Anlagen mit einer Nennleistung von 977 MW, wie heute Morgen bekannt wurde. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 240 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 971 MW installiert. Stagnation also. Und das ist nicht im Sinne der Klimaziele, die sich die Bundesregierung gesetzt hat.

Klimaschutz hat jetzt Vorrang in Deutschland

Die beiden Branchenverbände – der Bundesverband Windenergie (BWE) und der VDMA-Fachverband Power Systems, der die Hersteller vertritt – forderten die Politik daher dringend auf, bei den jüngst mit dem Osterpaket verabschiedeten Reformen nicht anzuhalten. Das Repowering gilt als eine Baustelle. Dieser Austausch von alten Bauteilen gegen neue sei noch unzureichend geregelt und müsse angepackt werden. „Es kann zum Schlüssel werden, um bis zur Festsetzung neuer Flächen schnell den Zubau anzutreiben. Dafür braucht es noch Nachbesserungen“, schreibt der BWE.

Beim Ausbau der Windkraft gibt es immer noch das alte Nord-Süd-Gefälle

Energiewende: Windkraftausbau rollt wieder an

Das alte Nord-Süd-Gefälle bei den Bundesländern hat sich noch nicht geändert, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Niedersachsen sorgten für rund vier Fünftel des Zubaus, große Flächenländer wie Bayern und Baden-Württemberg folgen unter ferner liefen. Dieses Gefälle bereitet BWE-Präsident Hermann Albers seit Jahren ernste Sorgen. Erst mit dem Osterpaket gibt es jetzt bundeslandspezifische Zubauverpflichtungen. Die müssen aber erst einmal greifen, bevor sich die Situation ändert.

Potenzialflächen für Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen ermittelt

Um die Ausbauziele der Bundesregierung zu erreichen, bräuchte es nicht nur 2 GW pro Jahr – worauf der bisherige Zubau hochgerechnet hinausläuft –, sondern jährlich 10 GW, also fünfmal so viel. Zudem ist der Nettozubau geringer: Der Grund liegt einerseits darin, dass alte Anlagen stillgelegt werden, ohne dass neue am gleichen Standort errichtet werden. Andererseits ersetzen am gleichen Standort neue Anlagen die alten (Repowering). Aus den 977 MW Bruttozubau werden so im ersten Halbjahr 2022 aber nur 878 MW, das heißt etwas mehr als im Vorjahresvergleich.

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