Unternehmen 14. Apr 2022 Von Stephan W. Eder Lesezeit: ca. 2 Minuten

Bosch: 300 Mio. € fürs Geschäft mit Wärmepumpen

Bosch-Tochter Bosch Thermotechnik hat 2021 ihren Umsatz nominal um 13 % gegenüber 2020 auf 4 Mrd. € steigern können. Bis Mitte der Dekade sollen 300 Mio. € ins Wärmepumpengeschäft investiert werden.

Jan Brockmann leitet den Geschäftsbereich Bosch Thermotechnik des Stuttgarter Konzerns. Im Jahr 2021 konnte der Bereich erstmals 4 Mrd. € umsetzen.
Foto: Bosch

Das Thermotechnik-Geschäft ist für den Stuttgarter Bosch-Konzern ein eher kleiner Bereich in seinem Portfolio: 4 Mrd. € an Umsatz hat dieses Segment 2021 erlöst, erstmals überhaupt, insgesamt hat der Konzern 2021 nach vorläufigen Zahlen fast 79 Mrd. € umgesetzt. Mit der Thermotechnik profitiert Bosch jedoch von gleich mehreren Trends, die alle auf Wärmepumpenaktivitäten der Tochter einzahlen: Klimaschutz und Energiesparen im Heizsektor. Kurzfristig kommt jetzt natürlich noch hinzu, dass der Ruf nach weniger Gas beim Heizen aufgrund des Ukrainekriegs offenbar ein großes Echo bei vielen Hausbesitzerinnen und -besitzern findet.

Wackelkandidat Brennstoffzelle

Die 4 Mrd. € waren 13 % mehr als noch 2020, als der Lockdown und anschließende Lieferprobleme aufgrund der Corona-Pandemie das Geschäft ins Stocken brachten. Wachstumssäulen im Jahr 2021 sind nach Angaben von Bosch Thermotechnik der globale Trend zur Elektrifizierung im Wärmesektor – allein der Umsatz mit Wärmepumpen legte um 38 % zu – , das Geschäft mit Klimageräten und die Digitalisierung. „In den wichtigen Märkten Deutschland und Großbritannien erzielte das Unternehmen mit 10 % und 16 % große Umsatzzuwächse, zahlreiche weitere Märkte wuchsen zweistellig“, so die Bosch-Tochter aus Wetzlar.

Bosch profitiert beim Wärmepumpengeschäft von schwedischem Know-how

Checkliste für Wärmepumpen

Jan Brockmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch Thermotechnik, betonte, sein Unternehmen werde „weiter umfassend in Zukunftstechnologien wie Elektrifizierung, Hybrid- und Wasserstofftechnologie – angepasst an die lokalen Kundenwünsche weltweit – sowie Digitalisierung investieren“. Ein Schwerpunkt dabei ist die Wärmepumpe, wie nicht nur der geplante 300-Mio.-€-Invest zeigt. Eine große Herausforderung liegt ganz praktisch dabei, die Technik ins Feld zu bringen – und damit beim Handwerk. Daher bietet Bosch Thermotechnik rund 20 unterschiedliche Online- und Präsenztrainingsformate allein im Bereich Wärmepumpe an, die zunehmend auch Spezialthemen wie Gebäudetemperierung mit der Wärmepumpe oder Gas-Wärmepumpen-Hybridgeräte abdecken.

Beispiel für den Einsatz einer Bosch-Wärmepumpe ist das Museumsschiff S/S Orion in Stockholm. Bosch Thermoteknik AB, die schwedische Niederlassung von Bosch Thermotechnik, hatte 2004 in Schweden die Firma IVT, einen Traditionshersteller von Wärmepumpen, übernommen. Daher ist Bosch Thermoteknik einer von drei Partnern, die mit ihren Technologien die Umweltbelastung des ehemaligen Lotsenbootes behutsam senkten. Die Wärmepumpe hat den alten Ölbrenner ersetzt, der früher für Wärme an Bord sorgte. Foto: Stephan W. Eder

Jahrzehntelange Erfahrungen im Wärmepumpengeschäft bringt die schwedische Tochter Bosch Thermoteknik AB im mittelschwedischen Tranås ins Unternehmen. Seit 30 Jahren werden dort Wärmepumpen gefertigt. Bereits 2018 gab es drei neue Produktanläufe auf drei neuen Fertigungslinien in Tranås. In Schweden sind Wärmepumpen seit Jahrzehnten die Standardheiztechik. Was heute Bosch Thermoteknik AB in Tranås ist, war früher die IVT Industrier AB, die seinerzeit das Vorläuferunternehmen von Bosch Thermotechnik, die BBT Thermotechnik, 2004 aufkaufte. Damals war IVT europaweit ein führender Hersteller von Elektro-Wärmepumpen und hatte im Vorjahr 2003 bereits 81 Mio. € mit dieser Technologie umgesetzt. Das 1970 gegründete Unternehmen war schon seinerzeit so erfolgreich, dass Bosch Thermotechnik seine Wärmepumpen in Schweden noch immer unter dem Markennamen IVT verkauft.

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