Energiepolitik 16. Jan 2023 Von Angelika Nikionok-Ehrlich

Habeck: Politik muss Energiesicherheit und Klimaschutz zusammenbringen

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) zeigt sich in Berlin zuversichtlich hinsichtlich der Sicherung der Energieversorgung in diesem und dem kommenden Winter.

Pipelines zu einem LNG-Terminal: Das Flüssigerdgas sichert derzeit und in den nächsten Jahren unsere Gasversorgung.
Foto: PantherMedia / MikeMareen

Er mahnt jedoch zugleich, den Klimaschutz wieder stärker in den Blick zu nehmen und weitere Schritte für die Dekarbonisierung einzuleiten. „Wir sollten nicht vergessen, was die strukturelle Herausforderung auch für die politische Klasse ist: einen industriellen Kontinent mit all seinen Notwendigkeiten (…) schnell zu dekarbonisieren“, betonte Habeck am 16. Januar 2023 auf dem „Handelsblatt-Energiegipfel“ in Berlin, auf dem sich mehrere Hundert Vertreterinnen und Vertreter aus der Energiewirtschaft inklusive des Spitzenmanagements versammelt sind.

Habeck: „Immer noch Anspannung“ in Bezug auf die Versorgungslage mit Erdgas

Aktion der Nichtregierungsorganisation Attac vor dem Veranstaltungsgebäude der Konferenz "Handelsblatt-Energiegipfel" am 16. Januar 2023 in Berlin.
Foto: Angelika Nikionok-Ehrlich

Angesichts dessen fordern vor dem Kongressgebäude Demonstrantinnen und Demonstranten in einem Sit-in der Nichtregierungsorganisation Attac, die „fossile Energielobby zu entmachten“. Aus einem „Handelsblatt“ haben sie ein „Wandelsblatt“ gemacht – eine Zeitung im Look des Wirtschaftsblattes mit geändertem Titel. Drinnen ist dem grünen Minister Habeck immer noch der Schmerz darüber anzumerken, dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung durch die Gaskrise verzögert wurde. Dass zur Sicherung der Energieversorgung 6 GW Kohlekraft aus Reserve geholt und mehrere Braunkohlemeiler nicht abschaltet worden seien, „war notwendig, aber klimapolitisch eine Sünde“, sagt Habeck.

Gewerkschaft: Für Transformation der deutschen Industrie fehlt schlüssige Strategie

Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck will die CO2-Speicherung im Untergrund erlauben. „Wir werden das ermöglichen und auch den grenzüberschreitenden Handel mit CO2.“ Denn schließlich gebe es bestimmte Prozesse in der Industrie, die man nicht dekarbonisieren könne, sagte er am 16. Januar 2023 auf dem Handelsblatt-Energiegipfel.
Foto: dpa Picture-Alliance/Reuters/Michele Tantussi

Obwohl die Gasspeicher zu 90 % gefüllt sind, ist der Minister „immer noch in der Anspannung“ für den Fall, dass es noch eine längere Kälteperiode geben könnte.

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