Verkehrswende 17. Okt 2022 Von Peter Weißenberg

Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Europa ist eine Mega-Herausforderung

Ein großes Angebot an elektrischen Schwerlastern, sogenannten Elektro-Lkw bzw. E-Lkw, rollt auf Europas Spediteure zu. Aber zur nachhaltigen Transformation fehlt das dringend nötige Ladenetz. Die Lkw-Hersteller gehen jetzt voran.

Daimler Truck gibt einen Ausblick auf seinen rein batterieelektrisch angetriebenen Fernverkehrs-Lkw: den Mercedes-Benz eActros Longhaul. Seine Reichweite mit einer Batterieaufladung wird bei etwa 500 km liegen.
Foto: Daimler Truck AG

Bundesverband E-Mobilität kritisiert Masterplan Ladeinfrastruktur des Bundes

Lkw-Hersteller schlagen verschiedene Wege zur batterieelektrischen Zukunft ein – haben aber zwei Gemeinsamkeiten: Einerseits machen sich Volvo, Daimler, Nikola und Scania um die technische Entwicklung, Fertigung und den prinzipiellen Verkauf kaum Sorgen. „Das schaffen wir“, ist sich etwa Michael Kobriger sicher, Vorstand Produktion & Logistik bei MAN. Auch Michael Lohscheller von Nikola oder Karin Rådström von Daimler stimmen dieser Aussage zu – allerdings auch der zweiten Gemeinsamkeit: Denn andererseits ist jeder elektrische Laster eben nur so gut wie seine Stromversorgung. Und da hapert es deutschland- und erst recht europaweit auf mittlere Sicht noch erheblich.

Öffentliche Ladeinfrastruktur auf dem Prüfstand

Bürokratie behindert den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Deutschland

Was die Bemühungen der Bundesregierung bei der Elektrifizierung des Güterverkehrs angeht, da sieht etwa Christian Levin erheblichen Nachholbedarf. „Deutschland ist noch nicht ganz vorne dabei“, sagt der Traton-Chef. Die Ampelregierung habe zwar eine Menge Initiativen gestartet, damit der Markt auch in diesem Feld der elektrischen Transformation verstärkt Fahrt aufnimmt. Nicht zuletzt gebe es Subventionen, Forschungsgelder und zahlreiche Innovationsförderprogramme.

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