Vor allem dank Photovoltaik 01. Juli 2024 Von Stephan W. Eder Lesezeit: ca. 2 Minuten

Rekord bei erneuerbaren Energien: 58 % des Stroms gedeckt

Im ersten Halbjahr 2024 deckten erneuerbare Energien rund 58 % des Bruttoinlandstromverbrauchs in Deutschland. Ein Rekord, zu dem vor allem die Photovoltaik beiträgt.

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Die erneuerbare Energien haben nach Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im ersten Halbjahr 2024 fast drei Fünftel des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Wind onshore bleibt die größte Einzelquelle, Solar hat das größte Wachstum aufzuweisen.
Foto: panthermedia.net/Mauro Manfredini

Im ersten Halbjahr 2024 deckten erneuerbare Energien rund 58 % des Bruttoinlandsstromverbrauchs in Deutschland. Dies ist ein neuer Halbjahresrekord, wie vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen. Der Anteil der Erneuerbaren stieg damit um fast sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als er bei 52 % lag.

Starke Zuwächse bei Photovoltaik und Wasserkraft

Besonders Photovoltaikanlagen trugen mit 37 Mrd. kWh erheblich zur Stromerzeugung bei – auch dank des Rekordzubaus im Jahr 2023. Im Juni 2024 erzeugten sie erstmals über 10 Mrd. kWh in einem Monat. Auch die Wasserkraft lieferte mit 12 Mrd. kWh überdurchschnittlich viel Strom. „Zum wiederholten Mal in Folge sehen wir einen Rekord beim Erneuerbaren-Anteil am Stromverbrauch. Das ist der Lohn für den beharrlichen Ausbau von Windenergie und Photovoltaik in den vergangenen Jahren“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

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Bedeutung von Windenergie und Biomasse

Von den 58 % erneuerbarer Energien entfielen 24 Prozentpunkte auf Windenergie an Land, 14 Prozentpunkte auf Photovoltaik, neun Prozentpunkte auf Biomasse sowie je fünf Prozentpunkte auf Wasserkraft und Windenergie auf See.

Notwendigkeit wasserstofffähiger Gaskraftwerke

Andreae betonte die Notwendigkeit des Ausbaus von wasserstofffähigen Gaskraftwerken: „Denn trotz der erfreulichen Zahlen: Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist nicht konstant. Wir brauchen gesicherte Leistung für Systemdienstleistungen und Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht.“

Perspektiven erneuerbarer Energien für 2035

Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, unterstrich, dass eine nahezu hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien bis 2035 erreichbar sei. Dies schaffe ein stabiles Fundament für die klimaneutrale Industrieproduktion in Deutschland. Er mahnte: „Zu beachten ist dabei allerdings auch, dass die Wertschöpfung bei der Produktion der Erneuerbare-Energien-Anlagen aktuell fast ausschließlich außerhalb Deutschlands und in großen Teilen auch außerhalb Europas stattfindet. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland den am 16. März 2024 verabschiedeten Net Zero Industry Act der EU ganz gezielt nutzt, um die Produktion der Schlüsseltechnologien Photovoltaik, Windenergie, Batterietechnologien, Elektrolyse, Brennstoffzellen und Stromnetzkomponenten (wieder) in Deutschland anzusiedeln.“

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