Transformation der Wirtschaft 01. Mrz 2024 Von Martin Ciupek Lesezeit: ca. 2 Minuten

Digitalisierung: Deutsche Unternehmen zu langsam

Der internationale Wettbewerbsdruck durch Digitalisierung nimmt zu, aber die Hälfte der deutschen Unternehmen kommt nicht voran, so die Ergebnisse einer aktuellen Bitkom-Befragung.

Stockende Digitalisierung: Deutsche Unternehmen wollen mehr in Digitalisierung investieren, tun sich mit der Umsetzung ihrer Digitalstrategien aber schwer.
Foto: panthermedia.net/Olivier26

Durch die Digitalisierung drängen Wettbewerber aus der IT- und Internetbranche sowie aus anderen Bereichen auf den Markt. Das spüren laut einer aktuellen Telefonbefragung im Auftrag des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom inzwischen 70 % der insgesamt 606 befragten Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Im vergangenen Jahr waren es etwa 60 %. Dazu kommt, dass inzwischen knapp die Hälfte (48 %) der Unternehmen von Problemen bei der Digitalisierung berichtet. Im Jahr 2023 waren es 39 %.

Lesetipp: Gefahren der Digitalisierung von Strom- und Kommunikationsnetzen

Zwar gaben 91 % von ihnen an, eine Digitalstrategie zu haben, doch beobachtete der Verband, dass viele Projekte zwar diskutiert werden, aber noch nicht in die Umsetzung kommen. „Erfolgreiche Digitalisierung braucht Wissen und Werkzeuge“, stellte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst dazu fest. „Jedes einzelne Unternehmen benötigt jetzt eine Kraftanstrengung, um bei der Digitalisierung von der Planung in die Umsetzung zu kommen. Analoge Geschäftsmodelle sind keine Antwort auf einen sich verschärfenden Wettbewerb. Das Management ist gefordert, die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen.“

Was bremst Unternehmen bei der Digitalisierung?

Aktuell gibt es viele externe Faktoren, die sich negativ auf die Digitalisierungsbestrebungen der Unternehmen auswirken. Dazu gehören für die befragten Unternehmen vor allem gestiegene Energiekosten (98 %), fehlende Wachstumsdynamik (97 %), die Unterbrechung von Lieferketten (97 %) sowie die Inflation und das hohe Zinsniveau (je 96 %). Weniger stark wirkt sich mit 60 % dagegen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine aus. Dafür fühlen sich fast alle Unternehmen (97 %) von der Politik der Bundesregierung und 84 % von der jeweiligen Landesregierung bei der Digitalisierung ausgebremst.

Insbesondere das Thema Lieferketten zeigt, in welchem Konflikt die Unternehmen dabei stecken. Denn Vorreiter nutzen bereits digitale Lösungen, mit denen sie besser auf Störungen reagieren können. Der Bitkom kommt aktuell zum Ergebnis, dass zwar fast alle Unternehmen (98 %) eine große Bedeutung von Datenanalysen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sehen, aber nur 37 % der Unternehmen Big Data bereits nutzen. Hoffnung macht dem Branchenverband, dass immerhin 48 % darüber diskutieren oder den Einsatz planen.

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Zurückhaltender seien die Unternehmen dagegen beim Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Dieses Zukunftsthema hat für 82 % der Unternehmen eine große Bedeutung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit, aber gerade einmal 13 % setzen sie ein. Und: 33 % planen laut dem Verband den Einsatz von KI oder diskutieren noch darüber.

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