Mobilität 03. Nov 2022 Von Peter Kellerhoff

Autosalon light – aber mit Highlights

Ohne Hersteller aus Deutschland, Japan und Korea – trotzdem wurden auf dem Pariser Autosalon viele Premieren gefeiert. Vor allem Hersteller aus Frankreich und aus Fernost zeigten dabei bis zum 23. Oktober Ideenreichtum.

Selbstbewusste Ansage


Foto: BYD

Deutschlanddebüt für die schnittige Limousine Han des chinesischen BYD (Build Your Dreams) – noch 2022 soll sie nach Deutschland kommen. Das fast 5 m lange Modell wird von je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse angetrieben. Die Leistung beträgt 380 kW, womit der Sprint von null auf 100 km/h in 3,9 s erfolgen soll. Die Abregelung der Geschwindigkeit geschieht bei 180 km/h. Der Eisenphosphat-Akku hat eine Kapazität von 85,4 kWh, die für eine Reichweite nach WLTP von 520 km reichen soll. Auch Schnellladen ist möglich, in einer halben Stunde soll die BYD Han bis 80 % nachgefüllt sein. Der Preis wird sich auf knapp über 70 000 € belaufen, damit spielt die Limousine in der Liga des Mercedes EQE.

Tesla-Jäger


Foto: Hopium

Das französische Start-up Hopium setzt bei seinem Modell Machina auf Wasserstoff. Schon bald soll mit der Produktion begonnen werden und die ersten Fahrzeuge sollen 2025 geliefert werden. Ein Großkunde soll bereits 10 000 Autos geordert haben. Zur Technik: Hopium gibt über 370 kW an Leistung an, die Reichweite soll bei 1000 km liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 230 km/h. Die Ladezeit von etwa 6 kg Wasserstoff soll nur 3 min betragen – wenn denn eine Ladesäule in der Nähe ist. Mit einem angestrebten Preis von rund 120 000 € wildern die Franzosen ganz unverhohlen im Revier des Tesla S.

Elektrisch ins Gelände


Foto: Stellantis

In wenigen Monaten kommt das erste elektrische Jeep-SUV auf den Markt – der 4,08 m lange Jeep Avenger. Der SUV-Spezialist bietet als erstes Modell des Stellantis-Konzerns den neu entwickelten E-Motor mit 115 kW. Eine 54-kWh-Batterie soll ihm zu Reichweiten bis zu 390 km verhelfen, im Stadtverkehr sollen laut Jeep sogar 550 km Reichweite möglich sein. Bei den Fahrmodi können neben einem Eco-Modus auch Sand-, Schnee- oder Schlamm-Modi ausgewählt werden. Geschwindigkeits-, Abstand- und Spurhalteassistent sind ebenfalls an Bord. Der Preis nach Abzug aller Umweltprämien soll rund 30 000 € betragen.

Die lustige Katze


Foto: Great Wall Motor

Ab Januar soll der Ora Funky Cat der chinesischen Great Wall Motor in Deutschland erhältlich sein. Den Vertrieb übernimmt die Emil-Frey-Gruppe mit 200 Standorten. Zwei unterschiedlich große Batterien stehen dann für den 420 cm langen Stromer zur Verfügung: eine mit 48 kWh Kapazität und eine mit 63 kWh für bis zu 420 km Reichweite. Die Leistung des E-Antriebs gibt Ora mit 126 kW an, das Drehmoment mit 250 Nm. Damit soll eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 8,5 s möglich sein, der Vortrieb endet bei 160 km/h. Der Preis soll bei rund 36 000 € liegen.

Durch die Stadt surren


Foto: Peugeot

Elektrisch mit bis zu 45 km/h durch die Stadt surren und dabei den Parkplatzproblemen ein Schnippchen schlagen – das verspricht Peugeot mit seinem mittlerweile zweiten E-Rollermodell namens e-Streetzone. Bis zu 112 km soll er im Eco-Modus schaffen. Fahrer und Fahrerinnen haben die Wahl zwischen einer oder zwei herausnehmbaren Batterien, die an Haushaltssteckdosen in etwa vier Stunden zu 100 % aufgeladen werden können. Ist der e-Streetzone mit nur einem Akkupack unterwegs, bleibt unter der Sitzbank Stauraum z. B. für einen Helm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, den Preis nannte Peugeot bislang nicht. 2023 ist Marktstart.

Neuer Name, neues Glück


Foto: Renault

Als Nachfolger des bisherigen Modells Kadjar bringt Renault den 4,51 m langen Austral auf den Markt. Ihn gibt es wahlweise als Mild-Hybrid-Benziner mit 103 kW oder 118 kW, bei dem die elektrische Unterstützung beim Beschleunigen einsetzt. Oder als Vollhybrid mit 147 kW, wobei vollelektrisch bis 130 km/h gefahren werden kann und der 1,3-l-Vierzylinder-Turbobenziner sich ausruhen kann. Innen orientiert sich der Austral mit seinen beiden ineinander verschmelzenden 12-Zoll-Monitoren (ab Ausstattung Techno) am E-Megane. Der Verbrauch soll bei etwa 6,2 l liegen. Schon im Dezember 2022 soll er ab rund 30 000 € erhältlich sein.

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