Energieeffizienz in der Produktion 20. Okt 2022 Von Stephane Itasse

Saubere Sache: So lässt sich bei der Teilereinigung Energie sparen

Viele Fertigungsschritte erfordern eine anschließende Bauteilreinigung. In Zeiten hoher Energiekosten lohnt es sich, diese Prozesse näher zu betrachten und zu optimieren. Das wurde kürzlich auf der Fachmesse parts2clean deutlich.

Metallische Bauteile wie diese werden nach der spanenden Bearbeitung von Spänen und Kühlschmiermitteln befreit.
Foto: parts2clean

Heizlüfter sind für Privatwohnungen als Alternative zu Gasthermen gefragt wie nie. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in der Industrie: Manch einer, der vor zehn Jahren angesichts der hohen Strompreise die Heizung für die Teilereinigungsanlagen vom Strom auf Gas umgestellt hat, geht jetzt wieder zurück. Grund ist die Angst vor einer Gasknappheit nach dem Motto „lieber teuren Strom als gar kein Gas“. Schließlich gilt es, unter möglichst vielen Bedrohungsszenarien die Produktion weiter aufrechtzuerhalten. Den Anlagenherstellern beschert das zusätzliche Aufträge. „Wir bauen derzeit viele Anlagen auf Elektroheizung um“, bestätigt Bernd Menke, Vertriebsleiter von BvL Oberflächentechnik, im Gespräch mit VDI nachrichten anlässlich der Messe parts2clean in Stuttgart.

Lesetipp: Unser Artikel zum Energieeffizienz-Index der Deutschen Industrie 2022

Energie ist inzwischen generell teuer, damit lohnen sich Einsparungen bei jedem Energieträger. Viele nahe liegende Ansätze sind aus anderen Anwendungen bekannt und nicht spezifisch für die Teilereinigung: Dickere Isolierungen für Rohre und Tanks, frequenzgeregelte Antriebe, die Volumenstromregelung von Pumpen oder Wärmerückgewinnung aus dem Prozess gehören dazu. Die zurückgewonnene Wärme lässt sich in der Teilereinigungsanlage wieder direkt nutzen. Das spart gleichzeitig aufwendige Einrichtungen, mit denen die Wärmeenergie sonst abgeführt werden muss. Ist der Platz vorhanden, lässt sich die Technik für einige dieser Energiesparmaßnahmen auch an bereits aufgestellten Maschinen nachrüsten.

Energiebedarf durch gezielte Prozesssteuerung senken

Auch mit der Steuerung des Prozesses selbst lässt sich Energie sparen. „Wir steuern zum Beispiel beim Dampfentfetten die Heizleistung so, dass die Anlage deutlich weniger heizt, wenn gerade nicht entfettet wird“, erläutert David Bartels, Leiter Verfahrenstechnik bei Höckh Metall-Reinigungsanlagen. Ein anderer Punkt sind die Lastspitzen: Um sie zu vermeiden, gilt es die Teilereinigungsanlagen so zu steuern, dass sie zu einem Zeitpunkt die Bäder aufheizen, an dem in der übrigen Produktion relativ wenig Energie verbraucht wird.

Neben der Energie werden weitere Ressourcen benötigt, z. B. Wasser und Reinigungsmittel. Grund genug für die Unternehmen, sich die Prozesse in der Teilereinigung genauer anzusehen.
Foto: parts2clean

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