Strom und Gas 29. Nov 2023 Von Dominik Hochwarth Lesezeit: ca. 3 Minuten

Netzagentur empfiehlt Wechsel des Energieanbieters

Nach einem Jahr 2022 mit enormen Preissteigerungen bei Gas und Strom, fallen nun wieder die Preise. Für viele Kunden lohnt sich daher der Wechsel des Energieanbieters.

Dank sinkender Gas- und Strompreise: Viele Verbraucher können nun eine Menge Geld sparen, wenn Sie den Energieanbieter wechseln.
Foto: panthermedia.net/ Birgit Reitz-H

Die Bundesnetzagentur hat Verbrauchern indirekt geraten, einen Anbieterwechsel bei Strom und Gas zu erwägen. Laut Behördenpräsident Klaus Müller, der sich am Dienstag über den Kurznachrichtendienst X äußerte, hat sich die Anzahl der Anbieter seit März 2023 mehr als verdoppelt. „Da auch die Strom- und Gaspreise wieder sinken, lohnt sich ein Lieferantenwechsel jetzt besonders“, schrieb er.

Im November verzeichnete die Netzagentur 83 Stromlieferanten für Haushaltskunden und 17 für Gewerbekunden. Der durchschnittliche Strompreis sank in diesem Zeitraum um 23 %. Bei Erdgas wurden für Haushaltskunden 56 und für Gewerbekunden durchschnittlich 22 Lieferanten ermittelt, wobei der Gaspreis durchschnittlich um 26 % fiel.

Wann lohnt sich der Wechsel des Stromanbieters?

Strompreise für neu abgeschlossene Verträge sind nach einem kostspieligen Jahr 2022 nun wieder erschwinglicher. Liegt der Preis Ihres aktuellen Anbieters bei etwa 40 c/kWh oder darüber, lohnt sich die Suche nach einem günstigeren Tarif. Online-Stromvergleichsrechner bieten hierfür eine praktische Unterstützung.

Bevor Sie sich für ein vorteilhafteres Angebot entscheiden, sollten Sie jedoch die Restlaufzeit und Kündigungsfrist Ihres bestehenden Vertrags beachten. Erhalten Sie eine Preiserhöhung, haben Sie stets das Recht, außerordentlich zu kündigen und zu einem anderen Tarif zu wechseln.

Warum war Strom so teuer?

Im Jahr 2023 lag der durchschnittliche Preis für 1 kWh Strom bei Haushaltskunden bei über 48 c, was eine Steigerung von rund 50 % im Vergleich zu 2021 darstellt. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sind die Rekordpreise an der Strombörse, wo Stromhändler einkaufen, einer der Hauptgründe für diesen Anstieg. Insbesondere der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Gasknappheit trieben die Preise in die Höhe, da Gas auch zur Stromerzeugung in Deutschland verwendet wird.

Energieverbrauch in Deutschland steuert auf Rekordtief zu

Weil im Winter viel Gas eingespart wurde, führte dies zu einer deutlichen Entspannung der Strom- und Gaspreise im Laufe des Jahres 2023. Die Strompreise bleiben zwar auf einem hohen Niveau, sind aber im Vergleich zu 2022 merklich günstiger. Verbraucher, die neue Verträge abschließen, profitieren von diesem niedrigeren Preisniveau, und durch einen Anbieterwechsel lassen sich oft erhebliche Kosten einsparen.

Wann lohnt sich der Wechsel des Gasanbieters?

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs sind die Erdgaspreise deutlich gestiegen. Trotzdem kann ein Anbieterwechsel 2023 besonders vorteilhaft sein, da die Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr niedriger sind. Es bestehen erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Gasverträgen. In bestehenden Verträgen liegt der Arbeitspreis pro Kilowattstunde oft über 12 c, manchmal sogar über 20 c.

IEA sieht Gasschwemme, ab 2025 fallen die Preise

Für Neukunden sind die Preise jedoch oft unter 12 c/kWh. Es ist daher ratsam, sich mit dem eigenen Gaspreis auseinanderzusetzen und Angebote anderer Anbieter zu prüfen. Im Jahr 2023 sind neue Gasverträge oft deutlich günstiger. Ein Anbieterwechsel nach Vertragsende kann somit erhebliche Ersparnisse bringen.

So gehen Sie bei einer Gaspreiserhöhung oder -senkung vor

Sollte Ihr aktueller Anbieter eine Preiserhöhung vornehmen, haben Sie das Recht auf eine Sonderkündigung. Bevor Sie diesen Schritt gehen, vergleichen Sie die Preise anderer Anbieter. Manchmal bleibt Ihr Tarif auch nach der Preiserhöhung wettbewerbsfähig. Ein Preisvergleich ist ebenso sinnvoll, wenn Ihr Gasanbieter eine Preissenkung vornimmt.

Es könnte sich herausstellen, dass der neue Preis im Marktvergleich weniger attraktiv ist. Auch in diesem Fall steht Ihnen das Sonderkündigungsrecht zu, sodass Sie problemlos zu einem günstigeren Anbieter wechseln können. Beachten Sie dabei, dass Sie die Sonderkündigung eigenständig formulieren müssen und Ihr derzeitiger Anbieter diese innerhalb einer Woche bestätigen sollte, bevor Sie einen neuen Vertrag abschließen können.

Wechseln oder nicht wechseln?

Die Bundesnetzagentur empfiehlt Verbrauchern, einen Wechsel des Strom- und Gasanbieters in Betracht zu ziehen, um von den sinkenden Preisen zu profitieren. Die Anzahl der Anbieter hat sich seit März 2023 mehr als verdoppelt, und die Strom- und Gaspreise sind deutlich gefallen. Insbesondere wenn der aktuelle Preis über 40 c/kWh für Strom oder über 12 c für Gas liegt, kann ein Wechsel erhebliche Ersparnisse bringen.

Verbraucher sollten jedoch die Restlaufzeit und Kündigungsfristen ihrer aktuellen Verträge berücksichtigen. Der Hintergrund für die hohen Preise im Jahr 2023 waren die Rekordpreise an der Strombörse, verstärkt durch den Ukraine-Krieg und die dadurch bedingte Gasknappheit. Die Preise sind zwar noch auf einem hohen Niveau, aber im Vergleich zu 2022 niedriger. Ein Anbieterwechsel kann sowohl bei Strom- als auch bei Gasverträgen lohnenswert sein, besonders nach Preiserhöhungen, da hier ein Sonderkündigungsrecht besteht. Alles in allem ist es ratsam, vor einem Wechsel die Preise gründlich zu vergleichen.

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