Produktion 12. Sep 2022 Von Ralf Steck

So werden digitale Zwillinge in der Industrie eingesetzt

Digitale Zwillinge sammeln im industriellen Einsatz wichtige Daten und stellen sie bedarfsgerecht zur Verfügung. Sie beschleunigen damit die Anpassung von Produkten und Prozessen, können aber auch Prognosen liefern.

Vernetzte Daten: Per Augmented-Reality greifen Fachleute aus der Qualitätssicherung auf die jeweilige Lkw-Motorkonfiguration bei Volvo zu. Mängel werden über den digitalen Zwilling in die Produktentwicklung zurückgespiegelt.
Foto: PTC

Der digitale Zwilling ist, wenn man den Softwareherstellern glauben darf, eine unabdingbare Säule der Digitalisierung im gesamten Unternehmen. Doch Zwilling ist nicht gleich Zwilling. Denn im einfachsten Fall besteht der digitale Zwilling in der Industrie aus Informationen, die zu einem realen Produkt oder einer Maschine gehören. Um vollständig zu sein, sammelt der Zwilling auch die Daten, die über den gesamten Lebenslauf hinweg anfallen, von der ersten Idee über Konstruktion und Produktion bis hin zur Nutzungsphase mit dem darin stattfindenden Service und schließlich dem Recycling. Und hier wird es komplizierter.

Wichtige Voraussetzung: Daten müssen maschinenlesbar und miteinander verknüpft sein

Die Daten müssen zwei sehr wichtige Anforderungen erfüllen: Sie müssen maschinenlesbar und untereinander verknüpft sein. Eine einfache PDF oder eine gescannte Zeichnung reicht da nicht aus. Stattdessen müssen die Datenformate von der Softwareplattform, auf der der digitale Zwilling läuft, automatisch gelesen und verstanden werden können.

Siemens-Vorstand Neike: Digitaler Zwilling prägt Entwicklungsprozesse

Warum das wichtig ist, wird an einem Beispiel deutlich: Zu Beginn der Konstruktion ist noch nicht klar, welche Informationen in späteren Lebensschritten eine Rolle spielen. Maße, wie die Breite an der breitesten Stelle, sind bei vielen Produkten in der Konstruktionsphase nicht relevant und werden daher nicht besonders vermaßt. Für die Logistikabteilung sind sie aber wichtig, um einen entsprechenden Versandkarton auswählen zu können. Die Software der Logistikabteilung muss also in der Lage sein, auf das Geometriemodell aus der Konstruktionssoftware zuzugreifen, um diese Maße selbst zu ermitteln oder wenigstens eine Messfunktion für den Bediener bereitzustellen.

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