Ausstellung in München 23. Aug 2023 Von Peter Steinmüller Lesezeit: ca. 2 Minuten

Deutsches Museum präsentiert Highlights der Entwicklung optischer Instrumente

Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert reicht das Spektrum der 200 wertvollen Fernrohre, Mikroskope und anderer Exponate, die für die Ausstellung in einer Großvitrine zusammengefasst wurden.

Die mehr als 200 Exponate der Ausstellung „Klassische Optik“ sind in einer 4 m hohen Großvitrine zusammengefasst. Die drei Medienstationen im Vordergrund bieten eine Vielzahl von Informationen an.
Foto: Deutsches Museum

Als „Ausstellung in der Ausstellung“ bezeichnet das Deutsche Museum die Zusammenstellung von 220 optischen Instrumenten in einer Großvitrine unter dem Titel „Klassische Optik“. Das Spektrum der Exponate reicht von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Dazu gehören Mikroskope aller Art, Fernrohre, Spiegel, Prismen und vieles mehr. „Diese optischen Instrumente eröffnen Blicke in die Weiten des Universums oder in den Mikrokosmos. Man kann damit Himmelskörper entdecken – oder neue Einzellerarten“, sagt Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums.

Die Mikroskope von Antoni van Leeuwenhoek ermöglichten die Mikrobiologie

„Was mich aber am meisten beeindruckt: Hinter den Instrumenten steckt wissenschaftliche Forschung und Erkenntnis, aber auch großartige Handwerkskunst. Das macht die Instrumente zu Meisterwerken. In mehrfacher Hinsicht.“ Wie etwa diese beiden unscheinbaren, aber äußerst wertvollen Exponate: Zwei gut 300 Jahre alte Mikroskope von Antoni van Leeuwenhoek (1632–1723), die das Deutsche Museum pünktlich zum 300. Todestag von Leeuwenhoek wieder ausstellt.

Ein Traktormuseum im Kibbuz erzählt die Geschichte von Israel

Mit solchen Mikroskopen entdeckte Leeuwenhoek etwa Spermatozoen und rote Blutkörperchen. Der holländische Gelehrte gilt deshalb heute als „Vater der Mikrobiologie“. „Nur diese zwei Leeuwenhoek-Mikroskope gibt es in Deutschland öffentlich zu sehen – und nur etwa ein Dutzend bekannte Exemplare auf der ganzen Welt“, sagt Johannes-Geert Hagmann, der Kurator der Ausstellung. Das jüngste Ausstellungsstück ist ein Nachbau des Elektronenmikroskops von Ernst Ruska, der 1986 für diese Erfindung den Nobelpreis bekam. Mit diesen Mikroskopen wurde es erstmals möglich, Viren darzustellen.

Mit dem optischen Gehaltmesser von Carl August Steinheil aus dem Jahr 1842 konnte man den Alkohol- und Malzzuckergehalt von Bier messen. Foto: Deutsches Museum

Das vierköpfige Kuratorenteam der Ausstellung hat besonderen Wert darauf gelegt, dass sich anhand der Objekte auch spannende Geschichten erzählen lassen. So zum Beispiel mit dem optischen Gehaltmesser von Carl August Steinheil von 1842. Damit konnte man den Alkohol- und Malzzuckergehalt von Bier messen – gerade in Bayern eine Erfindung mit großem Potenzial. Auch weil die Bevölkerung immer wieder argwöhnte, die Brauer würden zu wässriges Bier zu teuer verkaufen. Bei den Brauern machte sich Steinheil mit seiner Erfindung allerdings weniger beliebt.

Joseph von Fraunhofer erforschte das Spektrum des Sonnenlichts

Eine weitere Geschichte ist dem Prismenspektralapparat von Joseph von Fraunhofer aus dem Jahr 1814 gewidmet. Mit diesem Gerät wurden die Fraunhofer-Linien im Spektrum des Sonnenlichts entdeckt – ohne dass Fraunhofer wusste, was er da entdeckt hatte. Erst 160 Jahre später konnte das Rätsel gelöst werden: Mit den Linien lassen sich die chemischen Elemente in der Sonnenatmosphäre bestimmen. Diese Erkenntnis spielt auch in der modernen Astronomie noch eine große Rolle. Insgesamt 40 m3 Rauminhalt umfasst die fast 4 m hohe Großvitrine, in der die Ausstellungsstücke zusammengefasst sind. Davor liefern drei Medienstationen die Informationen zu jedem einzelnen Exponat.

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