Ausstellung im LVR-Industriemuseum in Oberhausen 21. Mrz 2022 Von Eckart Pasche

In der Weimarer Republik wurde die Fotografie politisch

Eine Ausstellung mit 350 zeitgenössischen Fotografien erteilt in Oberhausen ausführlichen Geschichtsunterricht über die Weimarer Republik in all ihren Facetten.

Dieses Foto des bedeutenden ungarisch-amerikanischen Fotografen zeigt, wie sich in den 1920er-Jahren dynamische Motive im Fotojournalismus durchsetzten. Es ist in der Ausstellung „Fotografie in der Weimarer Republik“ in Oberhausen zu sehen.
Foto: Sammlung F.C. Gundlach, © The Martin Munkacsi Estate

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs zerbrachen Kaiserreich und wilhelminische Gesellschaft. Die Deutschen streiften bisherige Zwänge ab und stürzten sich auf jede Neuerung. Doch wie die Zukunft gestaltet werden sollte, darüber gab es erbitterte Auseinandersetzungen bis hin zu bürgerkriegsartigen Richtungskämpfen. Eines allerdings einte alle in dieser stürmischen Zeit: ihre Technikbegeisterung.

Die Weimarer Republik von 1918 bis 1933 hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Geschichte Deutschlands, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Trotz eklatanter Armut, Hunger und Wohnungsnot nach dem Krieg war sie eine entscheidende Epoche des Aufbruchs: Technische Neuerungen und moderne Rollenbilder veränderten das gesellschaftliche Leben und die Kultur. Dieses Kaleidoskop wurde durch kein Medium so passend dokumentiert wie durch die Fotografie. Vorgestellt wird es zurzeit im Peter-Behrens-Bau des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Oberhausen anhand von 350 größtenteils bislang unveröffentlichten Fotografien aus zehn gesellschaftsrelevanten Bereichen wie Politik, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik.

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