Luftfahrtgeschichte 14. Jan 2022 Von Wolfgang Heumer

Mit der Do 27 begann der Aufstieg der bundesdeutschen Luftfahrtindustrie

Die Beschaffung einer großen Anzahl von Transportmaschinen des Typs Dornier Do 27 vor 65 Jahren hatte industriepolitische Gründe. Das erste Exemplar des einmotorigen Propellerflugzeuges wurde am 14. Januar 1957 an die Bundeswehr übergeben.

Der Tierfilmer und Pilot Michael Grzimek posiert 1958 vor seiner bruchgelandeten Dornier Do 27. Dank seines zusammen mit seinem Vater Bernhard Grzimek gedrehten oscarprämierten Dokumentarfilms „Serengeti darf nicht sterben" dürfte die Do 27 mit der Zebrabemalung die bekannteste Maschine dieses Typs sein.
Foto: picture-alliance/ dpa

Wenn das Stichwort Dornier Do 27 fällt, geraten Piloten ins Schwärmen. Das einmotorige Propellerflugzeug ist zwar alles andere als ein modernes Fluggerät, aber „es ist eine tolle Maschine“, sagt zum Beispiel der Hamburger Berufspilot Jean-Philipp Sievers. Wenn er nicht gerade mit seinem eigenen Flugzeug bis zu 40 m lange Werbebanner über Norddeutschland schleppt, klemmt er sich gerne hinter den Steuerknüppel einer solchen Dornier Do 27:

„Die kurzen Start- und Landewege selbst auf unbefestigten Pisten, die Flugeigenschaften auch bei geringer Geschwindigkeit, das geräumige Innere und der Rundumblick durch die großen Panoramascheiben – einfach fantastisch“, lobt er das 60 Jahre alte Exemplar der Reservistenkameradschaft RK Flugdienst auf dem Flugplatz Uetersen. Der robuste Hochdecker gehört auch unter wirtschaftspolitischen Aspekten zu den besonderen Erscheinungen am Himmel.

Die Dornier Do 27 markiert den Start der modernen Luftfahrtindustrie

Als erstes nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik gebautes Flugzeug markiert die 1956 von dem Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier und seinem Sohn Claudius entworfene Maschine den Start der modernen Luftfahrtindustrie in der Bundesrepublik.

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