Strukturwandel 12. Dez 2023 Lesezeit: ca. 3 Minuten

Auf dem Weg zur grünen Energie: Leag kündigt umfassende Unternehmensneuausrichtung an

Die Leag plant eine umfassende Neuausrichtung ihres Unternehmens, indem sie sich neben dem Braunkohlesektor auf klimafreundliche Energie konzentriert. Die Maßnahmen umfassen die Gründung von drei eigenständigen Gesellschaften unter einer gemeinsamen Holding und zielen darauf ab, bis 2038 zu einem führenden Produzenten von grünem Strom und grünem Wasserstoff zu werden.

Braunkohlekraftwerk „Schwarze Pumpe“, Big Battery, Lieferung des Transformators.
Foto: LEAG

Der Energieversorger Leag in der Lausitz unterzieht sein Unternehmen einer Umstrukturierung. Neben dem Bereich Braunkohle sollen nach den dpa-Informationen im Rahmen einer gemeinsamen Holding drei eigenständige Gesellschaften entstehen, die sich auf klimafreundliche Energie spezialisieren.

Diese Neuausrichtung wurde am Montag, 11. Dezember 2023, nach der Zustimmung der Aufsichtsräte für die Unternehmensgruppe bekannt gegeben. Die Leag hat die folgenden drei Geschäftsmodelle für diese eigenständigen Gesellschaften identifiziert: moderne, wasserstofffähige Gaskraftwerke und großtechnische Batteriespeicher, Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Biomasseaktivitäten.

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Die Leag will zu einem führenden Produzenten von grünem Strom und grünem Wasserstoff werden

Die Leag plant eine Neuausrichtung, um zukünftig eine führende Rolle als Produzent von umweltfreundlichem Strom und grünem Wasserstoff einzunehmen. Der Ausstieg aus der Braunkohle ist für das Jahr 2038 vorgesehen.

„Der Beschluss des Aufsichtsrats ist eine gute Nachricht für die Region und die Beschäftigten der Leag“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Thorsten Kramer. „Sie gibt uns nun die Möglichkeit, das Konzept in den kommenden Monaten weiter auszuarbeiten und zielstrebig zum Erfolg zu bringen – dies natürlich in enger Abstimmung mit der Mitbestimmung, den Aufsichtsbehörden und der Politik.“

Kritische Stimmen zum Unternehmensumbau

Die Grünen im Brandenburger Landtag äußerten Bedenken hinsichtlich des Umbaus des Unternehmens. Die Fraktion bezweifelte, ob die geplante Wiedernutzbarmachung der Tagebaue ausreichend finanziell abgesichert sei.

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Die Leag erklärte, dass die neue Unternehmensstruktur den schnellen Aufbau der umweltfreundlichen Geschäftsfelder unterstütze und deren Finanzierungsfähigkeit gewährleiste. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass die Förderung und Verstromung von Braunkohle sozial und ökologisch verantwortungsbewusst auf den gesetzlich festgelegten Ausstiegspfad bis Ende 2038 ausgerichtet werde.

„Dies schließt auch das Bekenntnis zu den langjährigen Verpflichtungen des Unternehmens zur Wiedernutzbarmachung der Tagebauflächen mit ein.“ (dpa/ili)

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