Unternehmen 30. Sep 2022 Von Manfred Schulze

Braunkohlenkonzern Leag verspricht Wandel zum Ökostromkonzern

Trotz der aktuell anstehenden Reaktivierung schon stillgelegter Braunkohlenkraftwerksblöcke verkündet das Unternehmen jetzt einen strategischen Umbau.

Das Braunkohlenkraftwerk Jänschwalde in der Niederlausitz wird vom Energiekonzern Leag betrieben. Am 29. September 2022 kündigte die Leag an, parallel zu dem geplanten Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung sich neue Geschäftsfelder mit der Ökostromerzeugung im Gigawattmaßstab erschließen zu wollen.
Foto: Rainer Weisflog

Das Braunkohlenunternehmen Leag (Cottbus) hat im Rahmen des Ostdeutschen Energieforums in Leipzig einen grundlegenden Wandel in der Unternehmensstrategie bekannt gegeben. Mit ihren beiden Tochtergesellschaften Lausitz Energie Bergbau und Lausitz Energie Kraftwerke ist das Unternehmen mit derzeit 6000 Beschäftigten heute noch weitgehend auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle konzentriert. Diese finden im Lausitzer Revier und im Leipziger Südraum statt. „Wir müssen auf das Kohleausstiegsgesetz jetzt reagieren und werden uns zu einer ‚Gigawatt Factory‘ entwickeln“, verkündete Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer.

Die heimische Braunkohle wird wieder mehr wahrgenommen

Dazu will das Unternehmen rund 33 000 ha Bergbaufolgelandschaft nutzen und auf die Kernkompetenz des Unternehmens setzen, die Kramer mit „hochkomplexen Systemen zur Energiegewinnung und -verteilung“ beschreibt. Während die jetzt vorhandenen vier Großkraftwerke mit rund 7 GW installierter Leistung schrittweise ab 2030 bis spätestens 2038 vom Netz gehen, werde man bis zum Ende dieses Jahrzehnts eine ebenso große Leistung mit Wind- und Solarkraftwerken installieren.

Leag will in der Lausitz Europas größten Solarpark errichten

Schon der erste Bauabschnitt, der rund 1,5 Mio. Solarmodule umfasst, werde mit rund 1 GW Nennleistung „zum größten Solarpark Europas“ werden. Die Planungen laufen bereits, allerdings konnte Kramer den genauen Standort noch nicht benennen. Spätesten Ende 2024 oder Anfang 2025 soll diese Anlage, die vom Partner EP New Energies errichtet wird, am Netz sein.

Braunkohle wird zu Synthesegas

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