Nachhaltigkeit in der Chemie 06. Dez 2021 Von Bettina Reckter

Erstmals grüner Wasserstoff aus der Chlor-Alkali-Elektrolyse

Grünen Wasserstoff aus der Chlor-Alkali-Membranelektrolyse liefert Nobian als erstes Unternehmen in Deutschland an einen führenden internationalen Kunden.

Grüner Wasserstoff aus Chlor-Alkali-Membranelektrolyse bei Nobian.
Foto: Nobian

Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen hat Nobian, Hersteller von Basischemikalien, mit der Lieferung von grünem Wasserstoff an einen führenden internationalen Kunden begonnen. Nach eigenen Angaben ist es damit das erste Unternehmen in Deutschland, das grünen Wasserstoff aus einer Chlor-Alkali-Membranelektrolyse liefert. Nobian gilt als ein führendes europäisches Unternehmen in der Produktion von essenziellen Basis­chemikalien für vielfältige Branchen von der Bau- und Reinigungsindustrie bis hin zu Pharmazeutika und Wasseraufbereitung.

Mit grünem Wasserstoff will Deutschland das Wirtschaften klimafreundlich umgestalten und gleichzeitig den Technologiestandort Deutschland stärken. Nobian unterstreicht mit dieser Anlage auch sein Engagement, sein grünes Wasserstoffportfolio zu beschleunigen, um einen wachsenden Markt zu versorgen.

Den CO2-Fußabdruck von Wasserstoff reduzieren

Ziel ist es, grünen Wasserstoff sicher, zuverlässig und vor allem bezahlbar zu produzieren. Aufbauend auf seiner langjährigen Erfahrung im Betrieb von großen Chlor-Alkali-Elektrolyseanlagen, hilft der zertifizierte grüne Wasserstoff Nobian, den CO2-Fußabdruck des Wasserstoffs zu reduzieren und gleichzeitig die Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern.

Bei der Chlor-Alkali-Membranelektrolyse werden die Produkte Chlor, Natronlauge und Wasserstoff unter Verwendung von Sole und Strom gleichzeitig hergestellt. Grüner Wasserstoff wird mit erneuerbarer Energie produziert und hat eine um 90 % geringere Kohlendioxidbilanz als konventionell hergestellter Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen.

Bis zu 2700 t grüner Wasserstoff pro Jahr am Standort Bitterfeld

Der von Nobian produzierte grüne Wasserstoff entspricht dem führenden TÜV Süd CMS 70 Standard. Das Unternehmen kann am Standort Bitterfeld jährlich bis zu 2700 t grünen Wasserstoff produzieren. In Zukunft strebt Nobian eine 100%ige Verwendung des Wasserstoffs aus der Chlor-Alkali-Produktion an, um Emissionen zu vermeiden und einen Mehrwert zu schaffen.

„Unser grüner Wasserstoff ist bereits heute verfügbar. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien sind wir in der Lage, grünen Wasserstoff in Mitteldeutschland zu produzieren, anzubieten und an unsere Kunden auszuliefern. Zum Beispiel über das lokale Rohrleitungsnetz. Wir helfen unseren Kunden, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte deutlich zu reduzieren und ihre Klimaziele zu erreichen“, betont Jürgen Baune, Vice President Chlor-Alkali und Geschäftsführer bei Nobian in Deutschland. Die beiden Produktionsstandorte von Nobian in den Niederlanden sind bereits zertifiziert und produzieren grünen Wasserstoff. Die beiden weiteren Chlor-Alkali-Standorte in Deutschland werden in Kürze folgen, berichtet Baune.

Zertifizierung von grünem Wasserstoff

Führende Zertifizierungssysteme legen fest, dass grüner Wasserstoff unter ausschließlicher Verwendung erneuerbarer Energie produziert wird. Die Berechnung des CO2-Fußabdrucks erfolgt nach strengen Regeln.

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