Rohstoffe 30. Aug 2022 Von André Weikard

Der Materialmangel in der Industrie nimmt ab

Neueste Umfragedaten des Münchner Ifo Instituts weisen darauf hin, dass sich die Engpässe bei Vorprodukten und Material in der Industrie entschärfen. Der Maschinenbau bildet allerdings eine Ausnahme.

In der Möbelindustrie hat sich die über Monate sehr angespannte Versorgungslage gebessert. Ein Signal der Entspannung oder eher ein Warnsignal angesichts nachlassender Nachfrage?
Foto: panthermedia.net / paulgrecaud

Noch immer beklagen 62 % der vom Ifo Institut im August befragten Unternehmen, dass sie unter Materialknappheit leiden. Das ist allerdings eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Juliwert. Der lag noch bei 73,3 %. Damit ist der Mangel auf das niedrigste Niveau seit über einem Jahr zurückgegangen.

Besonders stark entspannte sich die Lage in der Lederindustrie (von 79,5 % auf 38,9 %) und in der Möbelbranche (von 62,8 % auf 33,4 %). Andere Branchen sind weiterhin von großen Engpässen geplagt. Dazu gehört der Maschinenbau. Dort berichteten im August 85,7 % der Unternehmen über Beschaffungsschwierigkeiten bei Material und Vorprodukten. In der Elektroindustrie liegt die Kennzahl auch weiterhin bei über 80 %.

„Ein deutlicher Rückgang hier könnte einen positiven Dominoeffekt auslösen“, stellt Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen, in Aussicht. Den sieht der Ökonom aber derzeit noch nicht. „Von einer nachhaltigen Entspannung kann leider noch nicht gesprochen werden“, so Wohlrabe. „Der Rückgang ist immer noch zu klein, um einen deutlichen Impuls bei der Industrieproduktion auszulösen und damit die Konjunktur anzuschieben.“

Den Unternehmen mangelt es vor allem an elektronischen Komponenten, Stahl und Aluminium sowie Verpackungsmaterialien.

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