Energie 20. Dez. 2023 Lesezeit: ca. 1 Minute

Rohstoffkosten in Deutschland erreichen neue Rekorde

Im Jahr 2022 erreichten die Rohstoffkosten in Deutschland aufgrund steigender Energiepreise und des russischen Angriffskrieges in der Ukraine einen historischen Höchststand.

PantherMedia B245274980
Steigende Energiepreise und der russische Angriffskrieg beeinflussen Importkosten: Deutschlands Rohstoffausgaben erreichen 2022 ein Rekordniveau.
Foto: PantherMedia / avigatorphotographer.gmail.com

Im letzten Jahr stiegen die Energiekosten, und Deutschland gab so viel wie noch nie für Rohstoffimporte aus. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beliefen sich die Ausgaben 2022 auf fast 311 Mrd. €, was einem Anstieg von etwa 100 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die importierte Menge sank um 14 % auf 325 Mio. t. Dennoch zahlte man wegen der höheren Preise insgesamt mehr als im Jahr zuvor für eine größere Menge, berichtet die dpa.

Zink: Preisverfall zwingt zu Bergwerksschließungen

Die hohen Energiepreise stiegen hauptsächlich nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Außerdem stiegen die Preise für Nickel, Aluminium und Zink deutlich. Für die deutsche Wirtschaft, die viel von Importrohstoffen braucht, ist das ein großes Problem. „Die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine stark angestiegenen Strom- und Gaspreise stellen die deutsche Wirtschaft trotz zuletzt leichter Preiserholung vor große Herausforderungen“, sagte BGR-Vizepräsident Volker Steinbach laut Mitteilung. Auch in diesem Jahr blieben die Preise trotz geringfügiger Abnahmen weiterhin auf einem hohen Stand.

Gehen uns 2040 Silber, Zinn und Blei aus?

Niederlande als Transitpunkt

Im Jahr 2022 entfielen fast 60 % der Rohstoffimporte auf Energieträger. Erdgas dominierte dabei mit einem Anteil von knapp 23 %, gefolgt von Erdöl mit 18,6 %. Eisen und Stahl repräsentierten 13,5 % der Gesamtausgaben für importierte Rohstoffe. Die Niederlande waren 2022 der wichtigste Lieferant mit einem Anteil von fast 11 %, während Russland damals einen Anteil von 8,4 % und die USA von 5,8 % aufwiesen. Die Experten der BGR begründeten die führende Position der Niederlande damit, dass viele Rohstoffe aus verschiedenen Teilen der Welt über ihre Häfen transportiert werden, wobei die Niederlande lediglich als eine Zwischenstation dienen.

Themen im Artikel

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

HENSOLDT

Project Management Officer / PMO (w/m/d)

Oberkochen
HENSOLDT

Head of Business Excellence / Portfoliomanager (w/m/d)

Oberkochen
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professur (W2) für das Lehrgebiet "Dezentrale Energietechnik"

Esslingen
Wohnbau GmbH

Gebäudetechniker in der Wohnungswirtschaft (w/m/d)

Bonn
HENSOLDT

Projektleiter Airborne ISR Radars (w/m/d)

Immenstaad
HENSOLDT

Produktmanager Airborne Detection & Protection Products and Systems (w/m/d)

Taufkirchen
Hochschule Osnabrück

Professur für Hard- und Software Digitaler Systeme

Osnabrück
Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte

Sachbearbeiter*in im Sachgebiet Bau & Technische Dienste (m/w/d)

Berlin
Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft

Sachbearbeiter*in "Vergabe von Bauaufträgen sowie von Architekten-/Ingenieurverträgen (GWB/VgV/VOB)" - Teilzeit 75 %

München
TU Bergakademie Freiberg

Professur für Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik

Freiberg
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen