Unternehmertum wird laut Studie positiv gesehen 28. Jan 2022 Von Claudia Burger Lesezeit: ca. 1 Minute

Jeder Vierte kann sich Selbstständigkeit vorstellen

Deutsche haben ein positives Bild vom Unternehmertum und denken selbst unternehmerisch. Das hat eine Befragung unter 2700 Bürgerinnen und Bürgern ergeben.

Sich selbstständig machen ist durchaus eine Überlegung, die jeder vierte Deutsche sich vorstellen könnte.
Foto: panthermedia.net/Andres Rodriguez

Die Mehrheit der Deutschen blickt wohlwollend auf Unternehmerinnen und Unternehmer und denkt selbst unternehmerisch. Das sind Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von 2700 Bürgerinnen und Bürgern, die die Puls Marktforschung im Auftrag der Quirin Privatbank im Oktober 2021 durchgeführt hat. „Es herrscht ein regelrechter Gründergeist – das freut mich als dreifacher Gründer natürlich sehr“, erklärt Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG. Laut Erhebung kann sich jeder vierte Befragte vorstellen, sich beruflich selbstständig zu machen, bei der Generation Z (Anm. d. Red.: Eine genaue Definition hierfür gibt es nicht, im Allgemeinen werden darunter Personen gefasst, die 1997 bis 2012 geboren wurden) ist es jeder zweite.

Antrieb der Generation Z: Machen, wozu man Lust hat

78 % geben an, dass Unternehmertum für Fortschritt sorge. „Wir haben zudem festgestellt, dass der Großteil der Befragten selbst sehr unternehmerisch denkt“, betont Konrad Weßner, Geschäftsführer der Puls Marktforschung. „So sprechen sich knapp 70 % für eine stärkere staatliche Förderung und für Wirtschaft als Schulfach aus. Und obwohl gerade Letzteres bis heute eher eine Rarität ist, ist trotzdem immerhin jeder Sechste davon überzeugt, er könne den Job seines Chefs besser machen.“ Die Erwartungshaltung an Unternehmerinnen und Unternehmer sei dabei recht klar: Sie sollen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair bezahlen (70 %) und sichere Arbeitsplätze schaffen (54 %). Das stärkste Motiv, um sich selbstständig zu machen, ist laut Studie der Wunsch, eigene Ideen zu verwirklichen (53 %) und mehr Geld zu verdienen (40 %). Bei der Generation Z ist mit 56 % der zweitstärkste Antrieb, das zu machen, worauf man Lust hat.

Demografie treibt Übergabe von Unternehmen voran

Angst vor Verschuldung ist ein Hemmnis

Gehemmt wird die Lust aufs eigene Unternehmen vor allem durch die Angst vor Verschuldung (39 %) und vorm Scheitern (39 %). Als größte Herausforderung bewerten die Befragten die Themen Bürokratie (58 %) und den bestehenden Fachkräftemangel (51 %). Auf die Frage, was einen Unternehmer oder eine Unternehmerin ausmacht, wird von den Befragten Fleiß, Ausdauer, Mut und Kreativität genannt. Zudem zeichne sie aus, dass sie vorausschauend, zukunftsorientiert und lernfähig seien.

Viele Vorbilder kommen aus den Vereinigten Staaten

Vorbilder für Unternehmertum in Deutschland sind bei den Befragten vor allem US-Amerikaner, allen voran Elon Musk, gefolgt von Jeff Bezos, Bill Gates und Steve Jobs. Von den vielen vor allem mittelständischen Unternehmenslenkenden aus Deutschland werden Wolfgang Grupp (Trigema) und Dirk Roßmann (Drogeriekette Rossmann) als Vorbilder genannt.

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