Folgen des Ukraine-Konflikts 03. Mrz 2022 Von Stefan Asche

Deutscher 3-D-Druck-Gigant kappt alle Verbindungen nach Russland

In Zeiten des Krieges in Europa appelliert Marie Langer in einem öffentlichen Statement an unternehmerische Verantwortung. Die 35-Jährige ist Chefin von Eos, einer weltweit führenden Firma im Bereich der additiven Fertigung.


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Marie Langer findet deutliche Worte. In einem sozialen Netzwerk schreibt sie: „Das vergangene Wochenende hinterlässt mich – mit Blick auf die Ukraine und die gesamte Welt – in tiefer Besorgnis. Putin und seine Unterstützer fallen in die demokratische Ukraine ein. Dort töten sie Menschen, die für ihre demokratischen Rechte einstehen.“

Langer, ausgebildete Psychologin, zieht Konsequenzen: „Wir haben uns bei Eos entschieden, alle Geschäftsbeziehungen zu Russland zu unterbrechen.“ Ausgenommen seien lediglich humanitäre und medizinische Anwendungen.

Marie Langer, CEO von Eos, will ein Zeichen setzen gegen die Politik von Wladimir Putin, dem Präsidenten der russichen Föderation.
Foto: Eos

Für die junge Geschäftsführerin spielt es nach eigenen Angaben keine Rolle, dass es Konsequenzen in Bezug auf das eigene Geschäft geben wird. „Unser unmittelbarer Verlust beläuft sich auf einen mittleren, einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Aber wir erwarten, dass es langfristig ein zweistelliger Millionenverlust sein wird – aufgrund von Verlusten bei System-, Pulver-, Wartungsverkäufen sowie zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten.“ Aber: „Wichtiger sind konsequentes Handeln und das Einstehen für die Demokratie.“ Sie sei überzeugt, dass viele russische Bürger diesen Krieg nicht gewollt haben. „Für uns war es deshalb wichtig, hier eine klare Linie zu ziehen: Wir wollen Putin zeigen, dass wir seine Politik nicht unterstützen.“

Langers deutlicher Schlussappell: „Lasst uns alle die Stimme erheben gegenüber politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern, die falsche Wege gehen. Lasst uns zusammen kämpfen für den Frieden und eine blühende, gemeinsame Zukunft!“

Eos ist ein weltweit führender Technologieanbieter im industriellen 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen. Das Unternehmen wurde 1989 von Dr. Hans Langer, dem Vater von Marie Langer, in Krailling bei München gegründet. Die Bayern sind außerdem Initiator der AM Ventures Management GmbH, der nach eigenen Angaben führenden Wagniskapitalgesellschaft mit Fokus auf die industrielle additive Fertigung.

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