Industrie 4.0 23. Mai 2022 Von Angela Schmid

Nachhaltigkeit wird zum Optimierungsziel in der Automatisierungstechnik

Stand bisher vor allem die Steigerung der Produktivität im Fokus der Automatisierer, wird nun die Energie- und Ressourceneffizienz immer wichtiger. Digitale Zwillinge und Künstliche Intelligenz leisten hierzu ihren Beitrag.

In seinem Werk in Bad Pyrmont setzt Phoenix Contact konsequent auf Industrie 4.0. Höhere Effizienz in der Elektronikfertigung wirkt sich positiv auf die Nachhaltigkeit aus.
Foto: Phoenix Contact

Nachhaltigkeit ist ein überstrapazierter und schwammig umrissenen Begriff. Unter dem Gesichtspunkt der Ressourcen- und Energieeffizienz ist Nachhaltigkeit für die deutsche Industrie aber längst zu einer Notwendigkeit geworden und aktueller denn je. „Ich bin überzeugt davon, dass die aktuellen Energiepreise einen massiven Innovationsschub in Bezug auf den Ausbau von energie- und ressourcenschonenderen Verfahren in den Unternehmen auslösen werden“, erklärt Götz Erhardt, Senior Managing Director im Bereich Industry X bei Accenture. Angetrieben werden die Entwicklungen aber auch von gesetzlichen Vorgaben zur Minderung des CO2-Ausstoßes und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

Hier erfahren Sie mehr über die Nachhaltigkeitsstrategie von Portugal – dem Partnerland der Hannover Messe 2022

Beispielsweise werden beim Automobilhersteller Audi 3D-gedruckte Montagehilfen aus Kunststoffabfall hergestellt, um einen Materialkreislauf zu schaffen und so einen Teil der Mischkunststoffe wiederzuverwerten, die in der Produktion anfallen. Dass das Verfahren technisch funktioniert, hat der Konzern aus Ingolstadt bereits bewiesen. „Aktuell arbeiten wird an weiteren Kunststoffen sowie anderen Arten von Filament“, erklärt Volker Eitrich, Leiter des Upcycling-Pilotprojekts.

Nachhaltige Industrieprozesse haben noch einen anderen Vorteil

„Anlagen mit einem hohen Automatisierungsgrad ermöglichen es deutschen oder europäischen Unternehmen, mit Wettbewerbern aus Niedriglohnländern wirtschaftlich mithalten zu können. Wenn wir weiterhin erfolgreich lokal produzieren, entlastet das die CO2-intensiven und wenig nachhaltigen Lieferketten“, verdeutlicht Michael Krausnick. Er betreut Endanwender und Systemintegratoren bei Schneider Electric. Aus seiner Sicht bieten Automatisierungslösungen sowohl in der Produktion als im Gebäudemanagement „riesiges Potenzial“, um Energien und natürliche Ressourcen einzusparen.

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