Kernenergie 25. Jan 2022 Von Thomas A. Friedrich

Nachbarland Belgien überdenkt Atomausstieg

Trotz des 2003 gefassten Atomausstiegsbeschlusses will die belgische Regierung im März über Laufzeitverlängerungen für zwei Kernkraftwerke über das Jahr 2025 hinaus befinden. Ein letzte Woche veröffentlichter Bericht der belgischen Atomaufsicht alarmiert Kernenergiegegner.

Das belgische Kernkraftwerk Tihange in der Nähe von Huy. Nach einer neuen Studie der belgischen Reaktorsicherheitsbehörde Fank soll die nationale Föderalregierung eine mögliche Laufzeitverlängerung über 2025 hinaus jetzt noch einmal prüfen.
Foto: panthermedia.net/ coddie

Sie liegen kaum 50 km von der deutschen Grenze entfernt bei Aachen und Antwerpen und zählen zu den ältesten Kernkraftwerken Europas. Nach festgestellten Haarrissen in der Reaktorhülle und Notabschaltungen in den vergangenen Jahren forderte das deutsche Bundesumweltministerium in den letzten Jahren immer wieder die Stilllegung der Anlagen.

Bei Amtsantritt der „Vivaldi“-Koalition in unserem Nachbarland Belgien aus Liberalen, Sozialisten und Grünen beider Landesteile sowie den flämischen Christlichen Demokraten (CD&V) im Herbst 2020 hatten die belgischen Koalitionäre einmütig bekräftigt, alle sieben Reaktoren in Doel bei Antwerpen und Tihange an der Maas bis 2025 definitiv abschalten zu wollen.

Am 18. März soll in Belgien eine Entscheidung über die Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken fallen

Der nun von der belgischen Atomaufsichtsbehörde Fank letzte Woche angesichts steigender Energiepreise veröffentlichte Sicherheitsreport rollt das Dossier neu auf. Der Bericht alarmiert Kernenergiegegner auf beiden Seiten der deutsch-belgischen Grenze gleichermaßen. Denn die beiden Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 könnten bei entsprechenden Nachrüstungen länger laufen als ursprünglich geplant, teilte die Fank mit.

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